Ameropa: Bahnstreik verhagelt die Bilanz

Hofft auf weniger Bahnstreiks in diesem Jahr: Ameropa-Geschäftsführer Kai de Graaff
Hofft auf weniger Bahnstreiks in diesem Jahr: Ameropa-Geschäftsführer Kai de Graaff. Foto: sl

„Ein gutes, aber kein überragendes Jahr“ sei 2014 für Ameropa gewesen, bilanzierte Geschäftsführer Kai de Graaff auf der Programmvorstellung des Veranstalters am vergangenen Wochenende in Fulda. Insbesondere der Bahnstreik habe nach einem ausgesprochen guten Jahresbeginn enorme Buchungsrückgänge zur Folge gehabt. In der Bilanz stehen dann für das gesamte Jahr ein Umsatzplus von 1,4 Prozent und ein Teilnehmerplus von zwei Prozent.

Nicht richtig glücklich war de Graaff auch mit dem Ameropa-Neuzugang Kroatien. Trotz intensiver Schulungen für die Reisebüros sei das Produkt nicht so gestartet, wie man es sich gewünscht habe. Ob daran alleine das miserable Sommerwetter an der Adria verantwortlich gemacht werden könne, müsse nun genauer analysiert werden.

Ganz anders hingegen Polen. Die Hotels an der Ostsee mit ihren Wellness-Angeboten seien „hervorragend angenommen“ worden, hier zahle sich das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Auch Italien habe mit einem Umsatzplus von elf Prozent positiv überrascht.

Was mit der Schweiz passiere, müsse man abwarten, so de Graaff. Die Zahlen für 2014 seien wieder einmal rückläufig gewesen, das werde durch den enorm verteuerten Franken sicherlich nicht besser. „Wir gehen aber davon aus, dass unsere Hotelpartner bereit sind, uns preislich entgegenzukommen“, so Produkt-Manager Andreas Zahn. Immerhin habe man ein gemeinsames Interesse daran, die Kunden zu halten. Ausgebaut werden sollen das Wellness-Programm sowie die Winterangebote abseits der Pisten.

Für die Reisebüros hat Vertriebsleiter Volker Heisig für das Frühjahr den Start des schon länger angekündigten „Provisionsnavis“ angekündigt. Die monatlich per E-Mail verschickte individuelle Analyse der Provisionen sollte eigentlich im Herbst an den Start gehen, verzögerte sich aber aufgrund technischer Probleme. Für das laufende Jahr sollen insbesondere die Online-Schulungen ausgebaut werden, diese seien im vergangenen Jahr überragend angenommen worden. Auch gebe es ab etwa Ende April erstmals Booklets für die Kunden. Diese könnten auch mit der Adresse des Reisebüros versehen werden.

Mehr zur Programmvorstellung in Fulda mit knapp 260 Reisebüro-Mitarbeitern lesen Sie in der Ausgabe 5/2015 von touristik aktuell, die am 9. Februar erscheint.

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