
Der in die Bredouille geratene Veranstalter Fischer Reisen wird keinen Insolvenzantrag stellen. Dies teilte der Gründer des Unternehmens Vaclav Fischer in einer E-Mail an touristik aktuell mit.
Nach seiner Aussage war Fischer Reisen Teil der Fly Fischer GmbH – und die habe schon im Januar dieses Jahres den Verkauf von Pauschalreisen eingestellt. Abreisen seien noch bis Mai durchgeführt worden. Die restlichen Reservierungen für die Sommersaison seien ausschließlich über Secret Escapes gebucht und für den Rest des Sommers storniert worden. Die Kunden würden ihr Geld zurückerhalten.
Das passt nur zum Teil zu den von RTL geschilderten Fällen, in denen Fischer-Kunden vor Ort zur Zahlung ihrer Hotelrechnung aufgefordert wurden. Auf Druck des TV-Senders hat sich Secret Escapes inzwischen bereit erklärt, diese Kosten zu übernehmen. Auch sonst gibt es diverse Ungereimtheiten, siehe auch hier.
In der E-Mail an touristik aktuell schreibt Fischer zudem: „Ich bedaure sehr, dass die 1979 von mir gegründete Marke Fischer Reisen, die bis 1997 sehr erfolgreich betrieben worden ist, beim zweiten Versuch von den Reisebüros und den Kunden nicht mehr gut aufgenommen worden ist.“
Die Fly Fischer GmbH werde aber in keinem Fall einen Insolvenzantrag stellen. „Dafür gibt es keinen Grund“, so Fischer. Sein Unternehmen vertrete „nach wie vor einige Hotels und Transportunternehmen“ und werde diese Tätigkeit auch künftig fortsetzen.


