FTI: Tourismusausschuss tagt zu möglichem Schuldenschnitt

Der Freistaat Bayern ist angeblich zu einem Schuldenschnitt für den Münchner Reiseveranstalter bereit. Foto: FTI
Der Freistaat Bayern ist angeblich zu einem Schuldenschnitt für den Münchner Reiseveranstalter bereit. Foto: FTI

Am morgigen Mittwoch um 15 Uhr tagt der Tourismusausschuss des Bundestages zum Thema FTI. Der Tagesordnungspunkt 1 der nicht öffentlichen Sitzung lautet „Bericht der Bundesregierung zu einer möglichen Bereitschaft, dem Reiseveranstalter FTI die Rückzahlung gewährter Hilfen aus dem Staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds zu erlassen (Schuldenschnitt), um die Übernahme durch ein anderes Unternehmen zu ermöglichen“.

FTI erhält im Rahmen der Übernahme durch den US-Investor Kapital in Höhe von 125 Millionen Euro „für die nächste Wachstumsphase und die Finanzierung der digitalen Transformation“. Die Schuldenlast liegt allerdings deutlich höher.

Im Rahmen der Corona-Pandemie hatte FTI rund 600 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WFS) erhalten. Hinzu kam nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Bankdarlehen über 280 Millionen Euro, das der Bund und das Land Bayern über eine Bürgschaft zu 90 Prozent abgesichert haben.

Angeblich ist der Freistaat Bayern zu einem Schuldenschnitt bereit. Dies soll in der Sitzung des Tourismusausschusses geklärt werden.

Andere touristische Großunternehmen wie Lufthansa und TUI haben ihre Darlehen aus dem WSF bereits zurückgezahlt. (jt)

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