Jugendreisen: Reisebüros kaum gefragt

Auch beim Reiseverhalten unterscheiden sich die so genannten Digital Natives von der älteren Zielgruppe
Auch beim Reiseverhalten unterscheiden sich die so genannten Digital Natives von der älteren Zielgruppe. Foto: Ruf

Für Jugendliche und junge Erwachsene spielt das Reisebüro keine große Rolle bei der Urlaubsplanung. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die der Jugendreisespezialist Ruf gemeinsam mit dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) veröffentlicht hat.

Der „Young Travel Kompass 2014“ untersucht neben den allgemeinen Internet-Nutzungsgewohnheiten auch die Reisevorlieben der Zielgruppe. Befragt wurden mehr als 5.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 11 und 26 Jahren. Die Studie betont, wie wichtig der Bereich Online für die Zielgruppe ist. Auch der „Erstkontakt“ zum Urlaub erfolge in weiten Teilen im Internet oder aber im direkten Gespräch mit Freunden. Kataloge und Prospekte sowie die Beratung im Reisebüro kommen erst auf Platz sechs und sieben. Gleichzeitig gelten Reisebüros bei Jugendlichen jedoch als besonders gut in der Beratungsqualität.

Wichtige Faktoren bei der Urlaubsplanung sind das Preis-Leistungs-Verhältnis und der soziale Kontakt. Weil im Zentrum des Interesses das Kennenlernen von „neuen Leuten“ und das Zusammensein mit Freunden stünden, hätten klassische Pauschalreiseanbieter für die junge Zielgruppe eine nur untergeordnete Bedeutung, heißt es.

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Besser schnitten Veranstalter ab, die ihre Angebote auf die Interessen der jungen Menschen zugeschnitten hätten. Die Initiative für einen Jugendurlaub geht meist von den Jugendlichen selbst aus. Bei der Zahlung sind die Eltern hingegen wieder gefragt – nur ein Viertel der jungen Urlauber zahlt die Reise komplett selbst.

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