Schumann-Reisen: Haftstrafe für Ex-Chef

Thomas Schuhmann muss für dreieinhalb Jahre hinter Gitter
Thomas Schuhmann muss für dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Foto: ta

Thomas Schumann, Gründer des vor einem Jahr in Insolvenz gegangenen Reiseveranstalters Schumann-Reisen, ist gestern vom Amtsgericht Gera zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Nach Angaben der Ostthüringer Zeitung wurden dem Unternehmer 88 Fälle von Betrug sowie der Untreue und der Datenfälschung vorgeworfen. Teile einer weiteren Anklageschrift, die Fälle von Freiheitsberaubung und Erpressung von Reisegästen durch geprellte Reiseanbieter in Kenia und Ecuador zum Thema habe, seien vorläufig eingestellt worden.

Schumann sei kein typischer Betrüger, hieß es. Er habe sich nicht persönlich bereichert, sondern mit dem Geld von Geschäftspartnern, Kunden und Mitarbeitern systematisch Finanzlöcher gestopft, um das seit 2004 angeschlagene Unternehmen zu retten. Schumann, der zu Beginn der Verhandlung die ihm zur Last gelegten Taten gestanden hatte, will gegen das Urteil höchstwahrscheinlich Berufung einlegen.

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