TUI bestätigt Gewinnprognose

Nahaufnahme hellblauer TUI-Flieger, die an einem Airport in Parkposition stehen.
Die Flugsparte des TUI-Konzerns verzeichnete im Sommer ein Minus, die Winterbuchungen sind mit einem leichten Plus gestartet. Foto: TUI

Kurz vor Abschluss des Geschäftsjahres 2025 am 30. September bestätigt die TUI Group die im August angehobene Gewinnprognose. Zwar verzeichnet die Veranstaltersparte des Konzerns ein Minus bei den Sommerbuchungen, das Wintergeschäft liegt jedoch im Plus, wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte.

Die TUI Group erwartet, das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der angegebenen Spanne von fünf bis zehn Prozent (Vorjahr: 23,2 Milliarden Euro) abzuschließen. Den bereinigten operativen Gewinn beziffert der Touristikkonzern mit neun bis elf Prozent (2024: 1,3 Milliarden Euro). In den kommenden Jahren soll das Ergebnis im jährlichen Schnitt um sieben bis zehn Prozent gesteigert werden.

Insgesamt spricht TUI von einer anhaltenden „positiven Buchungsentwicklung“ im Bereich Urlaubserlebnisse. So seien in der Sparte „Hotels & Resorts“ sowohl die Auslastung als auch die Tagesraten weiterhin steigend, besonders für die Marke Riu gebe es eine starke Nachfrage. Treiber im Kreuzfahrtsegment ist der Flottenausbau von TUI Cruises.

Wintersaison leicht über Vorjahr

Im Unternehmensbereich „Märkte + Airline“ verzeichnet TUI nach eigenen Angaben eine stabile Nachfrage trotz des „wettbewerbsintensiven Markts“. In Deutschland lägen die Sommerbuchungen fünf Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, der Winter sei mit einem Plus von einem Prozent aber gut angelaufen. Man befinde sich aktuell noch in einem relativ frühen Buchungsstadium für die Wintersaison, bislang hätten mehr als ein Drittel der Kunden ihren Urlaub gebucht, heißt es aus Hannover.

Besonders gefragt auf der Kurz- und Mittelstrecke sind die Kanaren, Ägypten, das spanische Festland und die Kapverden. Auf der Langstrecke verzeichne Thailand das stärkste Wachstum, gefragt seien zudem Mexiko, die Dominikanische Republik und Jamaika. (ck)

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