TUI: Start in ein neues Provisionszeitalter

Sind auf langjährige Forderungen der Reisebüros eingegangen: TUI-Vertriebs-Manager Hasso von Düring (links) und Sibo Kuhlmann
Sind auf langjährige Forderungen der Reisebüros eingegangen: TUI-Vertriebs-Manager Hasso von Düring (links) und Sibo Kuhlmann. Foto: mg

Mit der ersten Abrechnung nach der neuen Provisionslogik ist TUI in diesen Tagen in die Nach-Malus-Ära gestartet. In den Reisebüros sorgt der Wechsel nicht nur für mehr finanzielle Sicherheit, sondern auch für eine bessere Liquidität. Denn ab sofort zahlt der Marktführer die Provision im Folgemonat der Buchung – und nicht erst nach der Abreise der Kunden.

„Leistung wird somit zeitnah belohnt und die Liquidität der Reisebüros gestärkt“, sieht Vertriebschef Hasso von Düring einen großen Vorteil für die Agenturen. Dass im Gegenzug die früher gewährte Provisionsvorauszahlung im Januar wegfällt, sei kein Nachteil. Im Gegenteil: Die Büros hätten jetzt schon das Geld für im November getätigte Buchungen in der Tasche, auch wenn der Kunde erst im Juni 2011 seinen Urlaub antrete.

Mit dem neuen Provisionsmodell zahlt TUI ab 200.000 Euro Gesamtumsatz eine Provision von zehn Prozent. Der bis Oktober 2011 erwirtschaftete Umsatz entscheidet über die künftige Umsatzklasse und infolgedessen über die individuelle Grund- beziehungsweise Leistungsprovision.

Sicherheit bieten die so genannten Airbag-Punkte, die für Umsatzzuwächse gewährt werden. Wer das Vertriebsgeschäftsjahr schlechter als mit minus drei Prozent abschließt, kann die gesammelten Punkte einsetzen, um das Minus auszugleichen. So bleibe die „hohe Leistungsprovision von 10,1 bis 14,1 Prozent“ entsprechend der Partnerstufe unverändert, betont Vertriebsdirektor Sibo Kuhlmann.