Air Cairo baut Hurghada zum Drehkreuz aus

Blick aus einem Flugzeugfenster auf eine Küstenregion mit Hotelanlagen, Swimmingpools und Sandstränden, die an das tiefblaue Meer grenzen, bei klarem Himmel.
Air Cairo will Hurghada ab Oktober als Drehkreuz für Verbindungen nach Ostafrika und auf die Arabische Halbinsel nutzen. Foto: urbazon/iStock

Air Cairo plant, den Flughafen Hurghada ab dem 25. Oktober als eigenes Umsteigedrehkreuz in Betrieb zu nehmen. Von dort aus sollen Verbindungen nach Afrika und in den Nahen Osten gebündelt werden. Das Programm ist nach Angaben der Airline dauerhaft angelegt und soll über den Winterflugplan 2026/2027 hinaus weiter ausgebaut werden.

Hinter der Standortwahl steht laut Air Cairo die geographische Lage: Hurghada liegt rund 400 Kilometer südöstlich von Kairo am Roten Meer und damit näher an den geplanten Zielgebieten als die Hauptstadt. Zudem verfüge der Flughafen über freie Kapazitäten und ein auf Ferienverkehr ausgerichtetes Umfeld.

Zehn Zubringerflughäfen im DACH-Raum

Gefüttert werden soll das Drehkreuz, das den bisherigen Hub Kairo ergänzt, aus zehn Abflughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Berlin, Basel, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart, Wien und Zürich. Die Flüge von dort nach Hurghada bilden die Zubringerwelle, über die Passagiere aller zehn Flughäfen auf dieselben Weiterflüge treffen.

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Ab Hurghada sind folgende Verbindungen vorgesehen: Sansibar sechsmal wöchentlich ab dem 27. Oktober mit A320, Jeddah zweimal täglich ab dem 25. Oktober mit E190 oder A320, Medina fünfmal wöchentlich ab dem 25. Oktober mit E190, Nairobi dreimal wöchentlich ab dem 20. Dezember mit E190 sowie Mombasa zweimal wöchentlich ab dem 25. Dezember mit E190.

Der Flughafen Hurghada verfügt nach Angaben der Airline über einen eigenen Transitbereich, sodass der Umstieg ohne Einreiseverfahren erfolgen kann. Das Gepäck werde bis zum Zielort durchgecheckt. Im Transitbereich stünden kostenfreies W-Lan und ein gastronomisches Angebot zur Verfügung. Darüber hinaus erhielten Air-Cairo-Passagiere je nach Nationalität ein kostenfreies Transitvisum für bis zu 72 Stunden, womit sich der Umstieg zu einem Kurzaufenthalt am Roten Meer verlängern lasse.

Neue Bausteine für Veranstalter und Vertrieb

Für Veranstalter und Reisebüros ergeben sich daraus nach Darstellung von Air Cairo neue Kombinationsmöglichkeiten. Denkbar seien etwa Fernziele mit Weiterflug in derselben Nacht, Kombinationsreisen wie eine Kenia-Safari mit anschließendem Badeaufenthalt am Roten Meer oder Sansibar mit Badeverlängerung in Hurghada.

Zudem lasse sich durch die Bündelung von Gästen aus mehreren Abflughäfen auf einem Fernflug das Handling vereinfachen. Weil das Drehkreuz dauerhaft angelegt sei, könnten Serien und Kontingente auch über die Wintersaison hinaus geplant werden, berichtet Samir Aglan, Assistand Sales & Marketing Manager.

Der Vertrieb der Umsteigeverbindungen via Hurghada läuft über den Generalvertreter Skyline Air Services (Skyline Pax). Reisebüros, Veranstalter und Agenturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten dort nach Unternehmensangaben Tarife und Verfügbarkeiten, Gruppenraten, Serienkontingente und Durchcheck-Vereinbarungen sowie den vollständigen Flugplan je Abflughafen.

Die klassischen Hurghada-only-Verbindungen vermarktet Air Cairo seit einigen Jahren über Sun Express. Von Hurghada abgesehen dürfte darüber hinaus das neue Luxor-Angebot der Airline ab Köln interessant sein. Es ergänzt ab Herbst die Luxor-Flüge von TUI Fly ab Düsseldorf – allerdings mit anderem Konzept