
Kurz vor Beginn des neuen Geschäftsjahres hat Condor den Streit um den neuen Agenturvertrag flächendeckend beilegen können. „Wir sind jetzt mit allen Ketten und Kooperationen handelseinig“, sagt Vertriebschef Achim Lameyer. Mittlerweile seien über 70 Prozent der Verträge unterschrieben zurückgekommen. Lameyer hofft, bis zum Verlängerungstermin am 14. November auf über 90 Prozent zu kommen.
Angefangen mit AER und TSS hat Condor in den vergangenen Wochen mit allen Reisebüro-Zentralen Ergänzungen zu den Agenturverträgen vereinbart. Die Inhalte seien „weitgehend wortgleich“. Auch die Preis- und Produktgleichheit gegenüber dem Direktvertrieb sei sämtlichen Ketten und Kooperationen zugesichert worden, betont Lameyer. Nur die Reisebüro-Allianz QTA habe darauf bestanden, das schriftlich zu bekommen. „Alle anderen haben sich hier auf mein Wort verlassen.“ Der eigentliche Aufreger im Agenturvertrag waren aber die Regelungen zur Haftung. „Das war zum Teil so hart formuliert, dass die Agenturen ein Problem damit hatten“, räumt der Vertriebschef ein.
Die Vertragsergänzung, die Reisebüros nun von ihrer Zentrale bekommen, entschärft diese Passagen: Für einfache Buchstaben- oder Zahlendreher, etwa bei der Weitergabe von Flugänderungen oder Bankverbindungen, muss die Agentur nicht geradestehen. Eine Haftung ist nur noch bei „schuldhaftem Verhalten“ vorgesehen, etwa wenn eine komplett falsche E-Mail-Adresse oder Bankverbindung eingegeben wurde und Condor daraus Kosten entstehen.
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