Fischer Air: Staatsanwaltschaft sucht Vaclav Fischer

Es hat zwar nichts mit den dubiosen Vorgängen rund um die neu gegründete Fluglinie Fischer Air zu tun, dürfte dem ohnehin zweifelhaften Ruf des Unternehmenschefs Vaclav Fischer aber nicht förderlich sein: Laut einem Bericht der Bild-Zeitung laufen gegen den deutsch-tschechischen Touristiker und Gründer von Fischer Reisen zwei Ermittlungsverfahren der Hamburger Staatsanwaltschaft.

Das Bild zeigt den Flügel eines Flugzeugs über den Wolken mit Blick auf das Meer, im Vordergrund befinden sich drei farbige Informationsboxen zu Reiseanbietern wie Booking, Fischer Reisen und AGODA. Die Webseite hebt Angebote für Urlaubsbuchungen auf den Kanarischen Inseln und in Ägypten hervor.
Website von Fischer Reisen: Das Geschäftsgebaren des Unternehmens ist nach wie vor dubios. Screenshot: ta

Vorwürfe wegen unrechtmäßiger Staatshilfen

„Bei der Staatsanwaltschaft Hamburg sind zwei Verfahren anhängig, die jeweils wegen Abwesenheit des Beschuldigten vorläufig eingestellt sind. In den Verfahren läuft jeweils eine Fahndung nach dem Aufenthalt“, so eine Sprecherin der Strafverfolgungsbehörde in der Hansestadt.

Den Angaben zufolge suchen die Ermittler nach einer ladungsfähigen Anschrift des 71-Jährigen. Zur Festnahme sei er jedoch nicht ausgeschrieben. Auslöser der Verfahren sind laut Bericht Anzeigen der Bundesagentur für Arbeit vom 22. Dezember 2021 und 23. November 2023. Dabei geht es um unrechtmäßig erhaltene Zahlungen von Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeiträgen.

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Vaclav Fischer selbst wies die Vorwürfe auf Bild-Anfrage zurück: „Ich kenne die Ermittlungen und Vorwürfe gar nicht. Ich war zu dieser Zeit nachweislich nicht in Hamburg.“ Er habe demnach angegeben, in Prag zu leben. Fischer kündigte an, nun mit der Staatsanwaltschaft Kontakt aufzunehmen.

Fischer Air seit Monaten in den Schlagzeilen

Die nach eigenen Angaben vergangenes Jahr neu gegründete Fluggesellschaft Fischer Air steht seit Monaten in der Kritik. Eigentlich sollten ab diesem Winter Flüge zu Sonnenzielen vor allem vom Regional-Airport Kassel-Calden starten und es wurden Tickets verkauft, obwohl die Airline offenbar weder über eine Betriebsgenehmigung noch über Flugzeuge verfügt.

Fischer selbst hatte jüngst angekündigt, alle geplanten Flüge bis Mai 2026 zu stornieren. Grund sei zu geringe Nachfrage, wofür der Unternehmer auch negative Medienberichte und eine „Diffamierungskampagne“ verantwortlich machte.

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