
Foto: Kipferls-Touristik
Der Busreiseveranstalter Kipferls-Touristik aus dem hessischen Rödermark hat Insolvenz beantragt. Wie der Frankfurter Insolvenzverwalter BBL mitteilte, ist bei dem Unternehmen die vorläufige Verwaltung des Vermögens angeordnet worden. Damit solle auch der laufende Betrieb im August begleitet und gesichert werden, sagte der mit dem Fall betraute BBL-Anwalt Martin Anthauer. Das eigentliche Insolvenzverfahren werde voraussichtlich im September eröffnet.
Im Reisebüro-Vertrieb ist der Busveranstalter durchaus eine Größe: Fast 800 Agenturen vornehmlich aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch anderen Regionen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind auf der Homepage von Kipferls-Touristik als Partner gelistet. Mehrere Reisebüros haben sich bereits über teilweise seit Monaten ausstehende Provisionszahlungen beklagt. Inwieweit diese beglichen werden könnten, sei derzeit noch unklar, so Anthauer. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens würden alle Gläubiger informiert und könnten ausstehende Forderungen einreichen.
Trotz der Pleite geht der Insolvenzverwalter von einer Sanierung des Veranstalters aus. Es gebe bereits verschiedene Interessenten, die als Investor in Frage kämen, sagte der Jurist. Auf dem Spiel stehen bei Kipferls die Jobs von rund 40 Mitarbeitern.



