TUI Fly streicht Flotte und Jobs zusammen

TUI Fly will sich gesundschrumpfen – unter anderem mit einer Halbierung der Flotte. Foto: TUI Fly
TUI Fly will sich gesundschrumpfen – unter anderem mit einer Halbierung der Flotte. Foto: TUI Fly

Die radikale Schrumpfkur bei TUI Fly rückt näher. Am Donnerstag hat der Aufsichtsrat des Ferienfliegers den Sparplänen der Geschäftsführung zugestimmt. Demnach wird die Flotte von 39 Boeing-737-Maschinen auf 17 zusammengestrichen. Zudem will sich TUI Fly künftig auf die Abflughäfen Hannover und Düsseldorf als die größten Flotten-Standorte sowie Frankfurt, München und Stuttgart konzentrieren, heißt es in einer Mitteilung der Airline.

Gewerkschaften befürchten nun, dass an den Standorten in Bremen, Köln/Bonn, Hamburg, Berlin, Münster/Osnabrück und Nürnberg viele hundert Arbeitsplätze wegfallen – die Rede ist von möglicherweise bis zu 900 Vollzeitstellen. Nach Angaben der Fluglinie ist ein Stellenabbau in der Technik, Verwaltung sowie bei Crews vorgesehen.

„Es sind zweifellos große Veränderungen und Einschnitte für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das Unternehmen“, räumt TUI-Fly-Chef Oliver Lackmann ein. Aber die Flotte sei für die Kundenzahl des Reiseveranstalters TUI zu groß, weshalb diese verkleinert werden müsse.

Anzeige

Zudem sollen die fünf Fluggesellschaften des Konzerns künftig enger zusammenarbeiten, heißt es weiter. Danach werden die europäischen TUI-Airlines in einem ersten Schritt unter dem Dach einer Gesellschaft zusammengeführt. Diese zentrale Flugsparte soll ihren Sitz in Hannover haben.

TUI Fly will mit den Gewerkschaften nun „zeitnah“ Verhandlungen über die Verkleinerung der Flotte aufnehmen. Grundlage für die Verhandlungen sei auch die bis Ende 2021 bestehende Beschäftigungssicherung, die für alle Gesellschaften der TUI Group in Deutschland mit dem Konzernbetriebsrat vereinbart wurde. Sie schließt betriebsbedingte Kündigungen mit Wirkung vor Ende 2021 aus.

Newsletter

Newsletter - Touristik aktuell – Reportagen und Analysen für die Reisebranche

Bildergalerien

Karneval der Urlaubs-Jecken

Rund 900 Touristiker feierten am 20. Januar 2026 im ausverkauften Theater am Tanzbrunnen in Köln den „Karneval der Urlaubs-Jecken“ – in bester Stimmung und...

Meistgelesen

Qatar Airways streicht Deutschland-Flüge

Qatar Airways reduziert ihr Flugangebot nach Deutschland ab März 2026 deutlich. Insgesamt neun wöchentliche Verbindungen fallen weg, mit Einschnitten vor allem in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt. Hintergrund sind Kapazitätsanpassungen und Wartungsarbeiten am Flughafen Doha.

Reiseprofi startet Petition gegen Cashback-Modelle

Ein Reisebüro-Inhaber aus Bergedorf ruft Kollegen zur Unterstützung auf. Nach einer erfolgreichen Branchenpetition nimmt er nun ein weiteres Thema ins Visier – eines, das seiner Meinung nach viele Reisebüros zunehmend unter Druck setzt.

Schauinsland knackt Zwei-Millionen-Marke

Schauinsland-Reisen erreichte 2024/2025 erstmals über zwei Millionen Kunden und steigerte den Umsatz um 11,5 Prozent. Wachstumstreiber waren Thailand, die Malediven und weitere Zielgebiete. Neue Kundensegmente und Synergien entstehen durch die Integration von Explorer.

Bistro Portal: Reiseexpertin startet Petition

Die geplante Abschaltung der Funktion „Nur Hotel“ im Bistro Portal sorgt für großen Unmut in Reisebüros. Eine Münchner Reiseexpertin startete eine Petition, die bereits über 1.300 Unterstützer hat – viele fürchten deutliche Nachteile durch die neue Maske „Hotels & Mehr“.

Mietwagen: Starcar steht vor dem Aus

Der Autovermieter Starcar steht vor der Abwicklung, da bislang kein Investor gefunden wurde. Etwa 600 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Trotz Insolvenz läuft der Betrieb an den Standorten vorerst weiter, jedoch sind Einschränkungen ab Januar 2026 geplant.

Risk Map 2026: Wo Reisen besonders gefährlich ist

Safeture und Riskline haben ihre neue Risk Map 2026...
×