Best Tourism Villages: Fünf deutsche Orte im Rennen

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Deutschland schickt in diesem Jahr gleich fünf Gemeinden in den internationalen Wettbewerb „Best Tourism Villages by UN Tourism“. Kochel am See, Worpswede, Tecklenburg, Fischen im Allgäu und Putgarten auf Rügen bewerben sich um die Auszeichnung, mit der die Welttourismusorganisation ländliche Reiseziele würdigt. Nach dem Erfolg im Vorjahr ist die Erwartung entsprechend hoch: Schiltach und Bad Hindelang wurden bereits als „Best Tourism Villages“ ausgezeichnet.

Blick auf eine malerische Gasse mit Fachwerkhäusern, blühenden Blumenkästen und einem einladenden Torbogen im Hintergrund.
Fachwerk prägt das historische Stadtbild von Tecklenburg – der Ort gehört zu den deutschen Bewerbern für den Wettbewerb „Best Tourism Villages“ der UN Tourism. Foto: Wieland Teixeira/iStock

Eingereicht wurden die Bewerbungen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, fachlich begleitet vom Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes. Die Ergebnisse werden im Herbst erwartet. Für die beteiligten Orte geht es dabei nicht nur um ein Label, sondern auch um Sichtbarkeit und den Austausch in einem internationalen Netzwerk für nachhaltige Tourismusentwicklung.

Zwischen Alpen, Moor und Ostsee

Die fünf Bewerber stehen für sehr unterschiedliche Regionen: vom alpinen Raum am Rand der Bayerischen Alpen über die Kulturlandschaft des Teufelsmoors bis zur Ostseeküste rund um Kap Arkona. Tecklenburg bringt seine historische Stadtkultur im Teutoburger Wald ein, Fischen im Allgäu setzt auf Natur- und Erholungstourismus, Putgarten auf den Küstenraum Rügens. Gerade diese Bandbreite soll zeigen, wie vielfältig ländlicher Tourismus in Deutschland inzwischen aufgestellt ist.

Nach Angaben des Kompetenzzentrums zählt beim Wettbewerb nicht allein die touristische Attraktivität. Bewertet werden auch nachhaltige Entwicklung, der Erhalt kultureller Identität und soziale Integration. „Die Bewerbungen zeigen, wie vielfältig, qualitätsorientiert und nachhaltig sich touristische Entwicklung in ländlichen Regionen Deutschlands gestaltet“, sagt dessen Leiter Heinz-Dieter Quack. Teilnehmen dürfen ausschließlich Orte mit ländlichem Charakter und höchstens 15.000 Einwohnern. Seit dem Start des Programms 2021 haben sich weltweit mehr als 800 Dörfer aus über 100 Ländern beteiligt.