Der Besuch im Kölner Dom soll künftig für viele Touristen kostenpflichtig werden. Kurz nach der Ankündigung aus Köln prüft auch Hamburg eine ähnliche Regelung für eine seiner wichtigsten Sehenswürdigkeiten: die Plaza der Elbphilharmonie.
Kölner Dom verlangt künftig Eintritt von Touristen
Der Innenraum des Kölner Doms soll ab der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres für Touristen nur noch gegen eine Gebühr zugänglich sein. Das kündigte das Domkapitel bei einer Pressekonferenz an, wie mehrere Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichten.
Gläubige sollen die Kathedrale weiterhin kostenlos besuchen können. Auch die rund 2.000 Gottesdienste im Jahr bleiben frei zugänglich. Der Dom bleibe in erster Linie ein Gotteshaus, erklärte Dompropst Guido Assmann. Gebet, Kerzen anzünden oder ein kurzer Besuch aus religiösen Gründen müssten weiterhin möglich sein. Der genaue Eintrittspreis steht noch nicht fest und soll erst in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
Hintergrund der Entscheidung sind steigende Kosten für Betrieb und Erhalt des Weltkulturerbes. Für das laufende Jahr erwartet das Domkapitel ein Defizit von rund 1,6 Millionen Euro. Rücklagen, mit denen die Verluste in den vergangenen Jahren ausgeglichen wurden, seien in absehbarer Zeit aufgebraucht. Bereits heute sind einzelne Bereiche des Doms kostenpflichtig, etwa die Turmbesteigung oder der Besuch der Domschatzkammer.
Auch Hamburg denkt über Eintritt nach
Während Köln die Maßnahme bereits beschlossen hat, wird eine ähnliche Idee in Hamburg derzeit geprüft. Dort besuchen jährlich Millionen Menschen die Plaza der Elbphilharmonie, eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe. Allein 2025 kamen nach Angaben des Konzerthauses mehr als 2,2 Millionen Besucher. Insgesamt verzeichnete die Elbphilharmonie seit ihrer Eröffnung 2016 über 25 Millionen Gäste.
Der Zugang zur Plaza ist bislang grundsätzlich kostenlos. Wer vorab online ein Zeitfenster reserviert, zahlt allerdings bereits eine Buchungsgebühr von drei Euro. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, prüft die Stadt Hamburg nun angesichts der angespannten Haushaltslage, künftig grundsätzlich Eintritt zu erheben. Konkrete Pläne oder Preise gibt es bislang nicht.



