Hurrikan Isaias bedroht die US-Golfküste und könnte kurzzeitig Kategorie drei erreichen. In Florida, Alabama und Georgia gilt der Notstand, erste Flughäfen stellen den Betrieb ein. Beliebte Urlaubsorte wie Gulf Shores wurden evakuiert.

Der Hurrikan Isaias steuert auf die US-Golfküste zu und hat sich zu einem Sturm der Kategorie zwei mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von rund 160 Kilometern pro Stunde verstärkt. Laut dem US-Hurrikanzentrum könnte er am Freitag kurzzeitig Kategorie drei erreichen, bevor er voraussichtlich in der Nacht zum Samstag auf Land trifft. In Teilen von Florida, Alabama und Georgia wurde der Notstand ausgerufen.
Der Sturm wirkt sich bereits auf den Flugverkehr aus: Der Destin-Fort Walton Beach Airport (VPS) stellte den Betrieb am Donnerstagabend ein, der Pensacola International Airport (PNS) folgt am Freitagvormittag. Tampa (TPA) und Sarasota (SRQ) beobachten die Lage nach eigenen Angaben engmaschig und raten Reisenden, sich direkt bei ihren Airlines zu informieren.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnte zudem vor möglichen Verzögerungen an den Flughäfen Orlando (MCO), Tampa (TPA), Miami (MIA) und Fort Lauderdale (FLL). Laut dem Flugtracking-Portal Flight Aware waren am Donnerstagnachmittag bereits 441 Flüge an Flughäfen in Florida verspätet. Auch die Zugverbindungen der Amtrak-Linie zwischen New Orleans und Mobile sind bis einschließlich Sonntag gestrichen.
Urlaubsorte an Alabamas Küste evakuiert
Alabamas Gouverneurin Kay Ivey hat eine verpflichtende Evakuierung für alle Touristen und Besucher südlich des Gulf Intracoastal Waterway in Baldwin County angeordnet. Betroffen sind unter anderem die Urlaubsorte Gulf Shores und Orange Beach sowie Teile des südlichen Mobile County einschließlich der Insel Dauphin Island.
Zuvor hatte Gourverneurin Ivey für 40 Countys den Notstand erklärt und die Schließung staatlicher Büros in neun Countys im Süden Alabamas ab Freitagmittag angewiesen. Auch in mehreren Countys Floridas gelten verpflichtende Evakuierungsanordnungen, unter anderem in Walton, Escambia, Franklin und Okaloosa County.
Das Hurrikanzentrum warnt vor Sturmfluten von bis zu rund zwei Metern an der Küste, Regenmengen von bis zu 380 Millimetern sowie kurzlebigen Tornados. Floridas Gouverneur Ron De Santis wies laut CNN darauf hin, dass durchnässte Böden in Verbindung mit den erwarteten Niederschlägen auch im Landesinneren gefährliche Überschwemmungen auslösen könnten. Die Auswirkungen des Hurrikans dürften sich über weite Teile des Südostens der USA erstrecken, da das Windfeld von Isaias sich bei Annäherung an die Küste voraussichtlich ausweiten wird.




