Oman: Neue Hotels für mehr Gäste

In den Tagen nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs hat sich Oman vor allem als Hilfe für gestrandete Urlauber in Dubai und Abu Dhabi einen Namen gemacht – langfristig will sich das Sultanat aber weiter als attraktive Alternative beziehungsweise Ergänzung zu diesen Reisezielen etablieren.

Dafür arbeitet das Ministerium eng mit Hotelinvestoren zusammen und freut sich nach deutlichen Zuwächsen im Jahr 2025 auch für 2026 auf einige neue und „höchst attraktive“ Zuwächse, berichtete Haitham Al Ghassani vom Ministry of Heritage and Tourism während eines Gesprächs mit touristik aktuell auf der ITB in Berlin. 

Neue Luxushotels auch außerhalb Muscats

Die aktuelle Zimmerzahl beziffert er auf 38.000 in 1.458 Unterkünften. Interessante Neueröffnungen seien in diesem Jahr die Mountain Lodge Envi Al Jabal Al Akhdar in den Hajar-Bergen, das Heritage Guesthouse Beit Alfateh sowie die Luxushotels Tivoli La Vie und Voco in Muscat.

Mit The Malkai entstehen zudem Zeltpavillons im Beduinenstil an drei Wüsten- und Bergstandorten. Darüber hinaus plant Anantara das Bandar-Al-Khairan-Resort. Es liegt 45 Autominuten von Muscat entfernt.

Ein Mann in traditioneller omanischer Kleidung sitzt vor einem Laptop in einem modernen Messestand; im Hintergrund steht der Schriftzug „Experience Oman“ auf Arabisch und Englisch sowie eine dekorative Wandgestaltung in Rot und Violett.
Haitham Al Ghassani vom Ministry of Heritage and Tourism auf der ITB Berlin. Foto: jb


Künftig wolle man zudem noch stärker vom Kreuzfahrttourismus profitieren, sagt Al Ghassani. Die fast 3.200 Kilometer lange Küste zähle insgesamt elf Häfen, von denen bislang aber nur drei touristisch genutzt würden, Muscat (Port Sultan Qaboos), Salalah und Khasab.

Deutschland drittwichtigster Quellmarkt

Nach den Emiraten und Indien ist Deutschland – wenn auch mit großem Abstand – der drittwichtigste Markt Omans, deutlich vor Italien und Frankreich. Fast 140.000 Reisende habe man 2025 gezählt, ein Plus von gut drei Prozent. Aus der Schweiz kamen 25.100 Besucher (plus 37 Prozent), aus Österreich knapp 14.000 (plus sechs Prozent). Die Deutschen liebten vor allem das Abenteuer, sagt Al Ghassani, etwa Selbstfahrertouren in die Berge und Wüsten – die man übrigens auch als Frau bedenkenlos machen könne.

Bestätigt wird dies unter anderem von Dertour: Konzernchef Christoph Debus zählte Oman jüngst zu den Trendzielen im Fernstreckensegment des Reisekonzerns.

Jürgen Baltes