Deutsche Urlauber nehmen für Riu seit jeher eine Schlüsselrolle ein. Darauf verweist CEO Joan Trian Riu im Gespräch mit touristik aktuell:„Riu ist mit den Deutschen geboren und mit ihnen gewachsen.“ Die deutschen Gäste hätten das Unternehmen geprägt und ihm viel über die Hotellerie vermittelt. Heute ist Deutschland nach den USA, Mexiko und Großbritannien der viertgrößte Quellmarkt für Riu.
Besonders wertvoll seien die vielen deutschen Stammgäste, die regelmäßig in dieselben Hotels zurückkehrten. Dennoch werde es zunehmend schwieriger, deutschsprachiges Personal insbesondere in der Karibik zu finden.

Wachstumspläne in Mexiko und weltweit
Wichtigstes Zielgebiet im Riu-Portfolio ist Mexiko. Von insgesamt 100 Hotels befinden sich 23 in diesem Land, die zum Großteil das ganze Jahr geöffnet sind. „Wir verfügen dort über ein starkes Portfolio und sehen weiteres Potenzial, etwa mit Grundstücken an der Costa Mujeres oder in Los Cabos an der Baja California“, so Riu. Auch Südamerika bleibt interessant, wobei Kolumbien ein bevorzugtes Ziel für ein Strandhotel sei.
In Asien plant Riu nach der Eröffnung des Palace-Resorts im thailändischen Phuket weitere Expansionen, unter anderem in Vietnam und China. Zudem steht die Eröffnung eines dritten Stadthotels in New York für 2027 auf der Agenda, während Ziele wie Barcelona, Amsterdam und Mexiko-Stadt geprüft werden.
Trends und Innovationen im Hotelbau
Riu setzt zudem nach eigenen Angaben verstärkt auf innovative Konzepte, die den veränderten Gästewünschen entsprechen. „Die Gäste wünschen sich mehr Vielfalt und individuelle Erlebnisse“, erklärt Joan Trian Riu. Daher werde bei neuen Projekten zunehmend auf Swim-up-Zimmer und Infinity-Pools gesetzt, die als Social-Media-Hotspots fungierten. Ein Beispiel sei das Riu Ventura in Cancun, das Swim-up-Zimmer sogar im ersten Stock integriert habe. Mit Angeboten wie den Riu-Partys spricht das Unternehmen außerdem gezielt jüngere Gäste an. Die Altersstruktur der Gäste sei laut Trian ausgewogen.
Im Gastronomiebereich setzt das Unternehmen auf weniger Masse und mehr Qualität, wobei sich die Speiseangebote je nach Markt unterscheiden. Während europäische Gäste mehr Vielfalt wünschen, legen amerikanische Gäste Wert auf ihre Klassiker wie Burger, Steak und Pizza.
Besonders in den USA dominiere inzwischen die Online-Direktbuchung. In Deutschland seien Veranstalter mit rund 80 Prozent weiterhin der wichtigste Vertriebskanal, so Joan Trian Riu. Doch Online-Buchungen würden auch in diesem Markt zunehmen.
Das ganze Interview mit dem Riu-Manager lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 13/2026) und im E-Paper.



