Hurtigruten baut Trio zu Hybrid-Expeditionsschiffen um

Die „Explorer Bar“ auf der heutigen Finnmarken und zukünftigen Otto Sverdrup
Die „Explorer Bar“ auf der heutigen Finnmarken und zukünftigen Otto Sverdrup. Modell: Hurtigruten

Hurtigruten investiert weiter in eine „grünere“ Flotte: Nach der Indienststellung des weltweit ersten Hybrid-Expeditionsschiffes Roald Amundsen in diesem Sommer und dem Bau des Schwesterschiffes Fridtjof Nansen sollen ab 2020 die langjährigen Flottenmitglieder Finnmarken, Midnatsol und Trollfjord zu Hybrid-Expeditionsschiffen umgebaut und umgerüstet werden. Ab 2021 werden sie unter den neuen Namen Otto Sverdrup, Eirik Raude und Maud Expeditions-Seereisen entlang der norwegischen Küste unternehmen. Auf der dortigen Postschifflinie ist Hurtigruten zukünftig nicht mehr als einziger Anbieter im Staatsauftrag unterwegs. Die Routen will die Reederei in Kürze bekanntgeben.

Im kommenden Jahr wird zunächst die heutige Finnmarken und künftige Otto Sverdrup mit Akkupacks ausgestattet, 2021 folgen die Maud (Trollfjord) und die Eirik Raude (Midnatsol). Neue Akkupacks an Bord unterstützen die Schiffsmotoren und reduzieren so den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen erheblich, heißt es von Reederei-Seite. Zudem erhalten die drei Schiffe Landstromanschlüsse, sodass keine Emissionen entstehen, wenn die Schiffe in einem Hafen mit Landstromanlage liegen. Darüber hinaus seien „deutlich verbesserte, emissionsarme Motoren vorgesehen“, teilt Hurtigruten mit.

Die bis dato größten Modernisierungsprojekte in der mehr als 125-jährigen Unternehmensgeschichte umfassen sämtliche Areale an Bord ab: Alle öffentlichen Bereiche werden neugestaltet und mit natürlichen skandinavischen Materialien versehen, die Kabinen und Suiten werden komplett renoviert. Zudem werden auf den drei Schiffen zusätzliche Suiten, ein Wellnessbereich sowie je drei neue Restaurants entstehen: ein Haupt-, ein Büfett- und ein Spezialitätenrestaurant. Auf den oberen Decks wird ein Grillplatz im Freien geschaffen.

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