Hurtigruten behält Provisionsmodell bei

Ein Reederei-Manager mit dunkelbraunem Haar, hoher Stirn und Bart blickt lächelnd in die Kamera. Er trägt ein dunkles Sakko auf blauem Oberhemd, im Hintergrund ist Wasser und ein Flussufer zu sehen.
Hurtigruten-Manager Marius Griego hat die Reederei auf den Reisebüro-Vertrieb ausgerichtet. Foto: Hurtigruten

Hurtigruten führt das Anfang 2025 eingeführte dreistufige Provisionsmodell 2026 unverändert fort. Honoriert wird nicht nur der Umsatz, sondern auch das Bekenntnis zur Marke. Bereits bei der Ankündigung eines neuartigen Vergütungsmodells für das Geschäftsjahr 2025 vor Jahresfrist hatte Hurtigruten-Manager Marius Griego eine Laufzeit von „mindestens zwei Jahren“ angekündigt. Damit setzte der Vice President Sales & Marketing DACH bereits wenige Wochen nachdem er den Posten in Hamburg übernommen hatte ein deutliches Zeichen an die Reisebüros. Und richtete die Vertriebsstrategie auf das B2B-Geschäft aus.

„Unsere Vertriebspartner sind für uns von zentraler Bedeutung. Mit der Stabilität der Konditionen möchten wir ihnen Planungssicherheit geben und unsere enge Zusammenarbeit weiter stärken“, wird Griego in einer aktuellen Pressemitteilung zitiert. 

Benefits nach Punktesystem

Das alte und neue Partnermodell honoriert neben Umsatz auch Engagement und Weiterbildung mit gestaffelten Provisionssätzen sowie zusätzliche Benefits nach einem Punktesystem: von Marketing-Unterstützung über Seminarvergünstigungen bis hin zu exklusiven Events für Top-Partner.

Die Grundprovision für freie Agenturen beträgt weiterhin zehn Prozent in der ersten Partnerstufe „Entdecker“. Ab 25.000 Euro Umsatz und 25 Punkten gibt es 10,5 Prozent („Navigator“) und ab 50.000 Euro und 50 Punkten 11 Prozent Provision („Pionier“). An- und Abreise sowie Vor- und Nachprogramme werden mit zehn Prozent vergütet – dies gilt außerdem auf Stornogebühren. Für andere Nebenleistungen wie beispielsweise Hotelaufenthalte, Landausflüge oder vorab buchbare Verpflegungsleistungen werden fünf Prozent gewährt.

Verstärkte Marktpräsenz

Flankiert wird die Fortführung des Provisionsmodells von einer nach Unternehmensangaben verstärkten Markpräsenz. So hat das Hamburger Büro den branchenerfahrenen Vertriebsprofi Jens Meyer-Bosse als Sales Director DACH angeheuert. Er werde die Partnerbetreuung und Vertriebsaktivitäten in Deutschland gezielt weiterentwickeln, heißt es von Hurtigruten. Neben der gemeinsamen Roadshow mit Color Line im November stehen Frühstücksseminare und weitere Schulungsformate im Vertriebsfahrplan. 

Zur Verkaufsunterstützung wurde ein neuer Schiffsfolder zur Midnatsol aufgelegt, die ab Sommer 2026 als drittes Schiff zur so genannten Signature-Flotte stoßen wird. Und noch bis Ende November laufen die „Wave“-Angebote von Hurtigruten. 

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