Die norwegische Reederei Hurtigruten hat ihr zweites Schiff auf der Nordkap-Linie ab/bis Hamburg in Betrieb genommen. Noch vor der ersten offiziellen Reise hatten am Freitag rund 200 Vertriebspartner Gelegenheit, die modernisierte Midnatsol in Augenschein zu nehmen und sich mit dem Sales-Team über das Signature-Produkt auszutauschen. touristik aktuell war mit an Bord.

Etwa 200 geladene Gäste, darunter Reisebüros und -veranstalter, fanden sich am vergangenen Freitag am Cruise Center Hafen City in Hamburg zum Vorpremieren-Event von Hurtiguten für die Midnatsol ein. Auf dem Programm standen eine Schiffsbesichtigung, die Präsentation der Nordkap-Linie, ein kulinarischer Einblick in das „Coastal Kitchen“-Konzept der norwegischen Reederei, sowie eine abendliche Revierfahrt auf der Elbe – samt Nordlicht-Inszenierungen: tagsüber in einem Kuppelzelt der Stiftung Planetarium Berlin und am Abend mit grüner Nebel-Projektion auf dem Oberdeck.
Kapazität ans Nordkap verdoppelt
Im vergangenen Frühjahr wurde die Midnatsol (ex Maud) bei einem Werftaufenthalt auf Signature-Niveau gebracht – unter anderem mit modernisierten Suiten. Das Schiff für 570 Passagiere fährt künftig im wöchentlichen Wechsel mit der auf 526 Gäste ausgelegten Finnmarken (ex Otto Sverdrup) auf der Nordkap-Linie ab und bis Hamburg. Damit hat Hurtigruten die Kapazität auf dieser Route mehr als verdoppelt.
Die 15-tägigen Nordkap-Reisen, die unter anderem auch die Lofoten miteinbeziehen, werden zwischen September und April durchgeführt. 30 Abfahrten umfasst die Wintersaison, im Sommer stehen Signature-Strecken nach Spitzbergen im Fahrplan.
„Wir erleben eine starke Nachfrage nach Reisen, bei denen man Norwegen das ganze Jahr über besonders intensiv und komfortabel erleben kann“, sagte Hurtigruten-CEO Hedda Felin. „Mit dem zweiten Schiff ab Hamburg reagieren wir genau darauf – und machen Signature-Reisen zu einer immer wichtigeren Säule für unser Wachstum.“ Das verzeichne Hurtigruten in den deutschsprachigen Märkten aktuell bei Auslastung, Umsatz und Vorausbuchungen, so die Reedereichefin.
Laut Marius Griego, Vice President Sales & Marketing DACH, habe man für das Abfahrtsjahr 2026 gut 95 Prozent in den Büchern und ein „deutlich zweistelliges Plus“ bei den Vorausbuchungen für 2027. Durch das zweite Schiff auf der Nordkap-Linie und der damit einhergehenden Verdopplung der Kapazitäten zur Nordlichtsaison gehe er davon aus, so Griego, „dass wir weiterhin überdurchschnittlich wachsen werden“.
„Reisebüros partizipieren überproportional“
Das derzeitige Wachstum sei getrieben durch Reisebüros: „Der B2B-Vertrieb hat überproportional an unserem Wachstum partizipiert“, erläuterte der Deutschland-Chef, der vor zwei Jahren das Ruder in Hamburg übernommen und den Vertrieb wieder auf Agenturen ausgerichtet hat. Neben der Resonanz von Reisebüros im FIT-Bereich trägt ihm zufolge auch ein „sehr starkes Wachstum im Gruppengeschäft“ zum Aufschwung bei.
Für die Nordkap-Linie stehen laut Marius Griego 40 Prozent mehr Umsatz zu Buche, insgesamt freut er sich über ein zweistelliges Plus. Die aktuelle Auslastung auf der Postschiffroute beziffert er mit 73 Prozent, auf der Nordkap-Linie liege er geringfügig höher.
Finanzchef Ian Powell zeigte sich ebenfalls zufrieden. Angesichts der guten Geschäftsentwicklung könne man auch trotz des wachsenden Wettbewerbs ab Hamburg die Reisepreise auf einem guten, stabilen Niveau halten, sagte er am Rande der Veranstaltung. Zumal die Produkte und Zielgruppen unterschiedlich seien.
Stimmen von Reiseverkäufern
Das Feedback von Vertriebspartnern beim Vorpremieren-Event fiel ebenfalls positiv aus. Das Produkt lasse sich gut verkaufen, berichteten bespielweise Sabine Voth und Nicole Röper vom Reise Service Berne in Hamburg. „Wir hatten noch nie eine Reklamation – im Gegenteil: Die Wiederholer-Quote unserer Hurtigruten-Gäste ist enorm hoch“, so Voth.
Das bestätigte Chabelis Malarski vom Knauss-Reisen im baden-württembergischen Schorndorf. „Wenn man Kunden klar kommuniziert, dass eine Hurtigruten-Reise keine Kreuzfahrt ist, kommen sie überzeugt zurück“, so ihre Erfahrung. Sie selbst war zum ersten Mal auf einem Hurtigruten-Schiff – ebenso wie Diana Bryk und Julia Niehaus, beide Auszubildende des First Reisebüros Esser in Krefeld. Sie hielten das „gemütliche Flair“ der Midnatsol und den „schönen Ausblick aus den Suiten“, die mit bodentiefen, vollverglasten Erkern versehen sind, in Instagram-Videos fest. Um ihre Eindrücke mit den Agenturkunden teilen zu können, wie sie sagten.
Erste Impressionen auf der Instagram-Seite von touristik aktuell
Auch auf der Instagram-Seite von touristik aktuell gibt es erste Eindrücke, eine Bildergalerie folgt am Montagvormittag auf der ta-Website.
Als nächste Vertriebsmaßnahme von Hurtigruten folgen wie berichtet im Oktober und November Frühstücksseminare in insgesamt zwölf Städten in Deutschland und Österreich.
Zudem läuft noch bis Ende Oktober die aktuelle Frühbucherkampagne für 2027 mit Verkaufsunterstützung für Reisebüros.




