Booking.com: Anmeldeschluss für Sammelklage verlängert

Ein Mann in blauem T-Shirt und Jeans geht an einem Backsteingebäude vorbei, auf dem groß Booking steht
Mehr als 10.000 Hoteliers haben sich bereits der Sammelklage gegen Booking.com angeschlossen. Foto: Robert vt Hoenderdaal/iStock

Die Verwendung der so genannten Paritätsklauseln durch Booking.com verstoßen gegen EU-Wettbewerbsrecht und europäischen Hotels steht Schadensersatz zu. Das steht spätestens seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 19. September 2024 (Az: C-264/23) fest.

Daher bereiten der europäische Dachverband Hotrec und mehr als 30 nationale Hotelverbände eine Sammelklage vor niederländischen Gerichten vor, denn Booking hat seinen Firmensitz in Amsterdam. Mehr als 10.000 Hotels haben sich bereits kostenfrei der Klage angeschlossen.

Anmeldeschluss nun 29. August 2025

Eigentlich hätte am 31. Juli der Anmeldeschluss sein sollen. Wegen der aktuell hohen betrieblichen Belastung in vielen touristischen Regionen Europas verlängern die Initiatoren der Sammelklage den Anmeldeschluss unter Start einmalig um vier Wochen bis zum 29. August 2025.

Die Klage wird laut Presseinformation von einem internationalen Team aus erfahrenen Wettbewerbsjuristen, Prozessanwälten und Ökonomen begleitet und von der Stiftung Hotel Claims Alliance eingebracht, um eine „einheitliche und effiziente Durchsetzung“ in ganz Europa zu ermöglichen. Aufgrund der Deckungszusagen eines Prozessfinanzierers ist die Teilnahme für Hotels komplett kostenfrei und risikolos.

Sammelklage mit großem Zuspruch

Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und Vorsitzender der Hotrec-Arbeitsgruppe Distribution, zieht ein Zwischenfazit: „Die Sammelklage erfährt einen überwältigenden Zuspruch. Die Verlängerung der Registrierungsfrist bis zum 29. August trägt dazu bei, dass alle interessierten Hotels trotz Hochsaison eine angemessene Chance zur Teilnahme haben.“

Alexandros Vassilikos, Präsident von Hotrec, erklärte: „Europäische Hoteliers haben lange unter unfairen Bedingungen und überhöhten Kosten gelitten. Jetzt ist es an der Zeit, gemeinsam aufzutreten und Wiedergutmachung zu fordern. Diese gemeinsame Initiative sendet eine klare Botschaft: Missbräuchliche Praktiken im digitalen Markt werden von der Hotellerie in Europa nicht hingenommen.“ (ras)

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