Im Geschäftsjahr 2024/2025 hat Schauinsland-Reisen einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Erstmals reisten etwas mehr als zwei Millionen Kunden mit dem Duisburger Reiseveranstalter. Der Umsatz der gesamten Gruppe stieg laut einer Mitteilung um 11,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen habe das Familienunternehmen seine Position als einer der führenden Anbieter im deutschen Markt festigen können, heißt es – „getragen von einer klaren Strategie, hoher Produktqualität und starken Partnerschaften“.
Neue Kundengruppen durch Integration von Explorer
Wachstumstreiber unter den Zielgebieten waren im vergangenen Geschäftsjahr Thailand mit 65 Prozent Zuwachs, die Malediven mit rund 40 Prozent sowie Bulgarien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate mit jeweils rund 30 Prozent.
Das klassische Veranstaltergeschäft bleibt laut Schauinsland die zentrale Säule der Unternehmensgruppe. Durch die Integration des Baustein-Veranstalters Explorer erschlössen sich neue Kundensegmente. Zahlreiche der unternehmenseigenen Hotels seien inzwischen auch über Explorer buchbar, was Schauinsland als wichtigen Schritt zur Stärkung des stationären und digitalen Vertriebs bezeichnet. „Explorer erweitert unser Angebot sinnvoll und erhöht unsere Reichweite“, erklärt Schauinsland-Chef Gerald Kassner. „Die enge Verzahnung unserer Produktwelten schafft starke Synergien und stärkt unsere Marktposition nachhaltig.“
Investition in eigene Hotels
Ein wesentlicher Treiber des Wachstums bleibe die gezielte Investition in eigene Hotels mit klaren Alleinstellungsmerkmalen, heißt es weiter. Diese Investitionen ermöglichten „exklusive und klar differenzierte Produkte, die den Markenwert erhöhen und das Portfolio gezielt schärfen“. Gleichzeitig bleibe bezahlbarer Urlaub ein zentrales Leistungsversprechen, so Gerald Kassner.
Auch im stationären Vertrieb verzeichnete Schauinsland-Reisen nach Aussagen des Geschäftsführers erneut deutliche Zuwächse. Für das neue Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ein Wachstum von rund fünf Prozent.
Geschäftsführung wird umgebaut
Kürzlich hatte Schauinland-Reisen angekündigt, seine Führungsstruktur neu zu ordnen. Statt der ursprünglich geplanten Staffelübergabe von Gerald Kassner an Sohn Steffen wird es nun eine breiter aufgestellte Geschäftsführungsriege geben.
Zum Dezember wurde die Unternehmensführung um Markus Förster (CCO) und Detlef Schroer (CSO) erweitert, die beide schon lange bei Schauinsland-Reisen sind. Im kommenden Jahr sollen externe Manager folgen, die „spezialisierte Expertise und neue Impulse in die Organisation einbringen“ sollen.
Gerald und Steffen Kassner führen das Unternehmen vorerst gemeinsam und wechseln perspektivisch in einen neu geschaffenen Beirat, der Strategie und Werte des Familienunternehmens sichert.


