Alltours: Noch Platz für Sommer-Last-Minute

Für Mallorca, auf dem Bild das Stadttor in Alcudia, hat Alltours zusätzliche Charter aufgelegt. Foto: chrisHepburn/iStockfoto
Für Mallorca, auf dem Bild das Stadttor in Alcudia, hat Alltours zusätzliche Charter aufgelegt. Foto: chrisHepburn/iStockfoto
Die beiden Allsun-Hotels auf Kreta, hier das Carolina Mare, sind im Sommer nahezu ausgebucht
Die beiden Allsun-Hotels auf Kreta, hier das Carolina Mare, sind im Sommer nahezu ausgebucht. Foto: Allsun

Trotz insgesamt guter Buchungslage ist die Auslastung im Sommer noch nicht so, wie manche Airlines und Hoteliers sich dies wünschen. Davon ist Alltours-Chef Willi Verhuven überzeugt und betont: „Es ist noch genügend Platz für ein gutes Last-Minute-Geschäft.“

Airlines im Pricing „vernünftiger“

Die aktuelle Situation sei eine große Chance sowohl für Veranstalter als auch für Reisebüros. Denn die Airlines seien seit Anfang Mai im Pricing „vernünftiger“. Das zeige sich auch in der Möglichkeit für Alltours, zusätzliche Vollcharter für den Mallorca-Sommer aufzulegen – und zwar „zu sehr attraktiven Preisen“, so Verhuven.

Gleichzeitig gebe es durchaus ausgebuchte Hotels, darunter viele Resorts der hauseigenen Marke Allsun. Verfügbar seien aktuell jene Häuser, „die es zwischenzeitlich mit den Preisen überzogen haben.“

Insgesamt läuft das aktuelle Geschäftsjahr laut Willi Verhuven wie geplant. Selbst im Winter habe Alltours Gewinne erwirtschaftet. „Ich rede dabei von Gewinnsteigerung – und nicht Minimierung von Verlusten wie andere Veranstalter“, betont der Alltours-Chef.

Alltours rechnet mit 20 Prozent mehr Gästen

Für das Touristikjahr 2022/2023 rechnet Verhuven mit einem Gästezuwachs von 20 Prozent im Vergleich zu 2018/2019. Erreicht hatte Alltours das Vor-Krisen-Niveau bereits im vergangenen Touristikjahr. Damit dürfte Alltours das Ziel erreichen, sich einen gehörigen Teil vom Thomas-Cook-Kuchen abzuschneiden. Laut Verhuven wird der Umsatz aufgrund der Preissteigerungen von durchschnittlich zehn Prozent noch deutlich stärker wachsen als die Gästezahl.

Das gute Geschäft könnte im kommenden Winter durchaus so weitergehen: Mit Blick auf die zum Teil überzogene Preissstrategie der Airlines hat Alltours vorgesorgt und sowohl auf der Mittel- als auch auf der Fernstrecke die Garantiekapazitäten deutlich ausgebaut. „Wir gehen deutlich mehr ins Risiko und sichern uns und unseren Kunden damit insgesamt stabile Preise“, erklärt Willi Verhuven.

Der Hintergrund: Am zwischenzeitlichen Buchungsrückgang nach dem Boom im Januar seien auch die Airlines „Schuld“ gewesen, meint der Alltours-Chef und verweist auf Kanaren-Flüge für bis zu 800 Euro. „Das hat die Reiselust deutlich gebremst.“

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