Thai Airways: Mit angezogener Bremse

Der angeschlagene Carrier Thai Airways könnte wegen hoher Nachfrage viel mehr Passagiere aus Deutschland und Europa befördern. Aber wegen Geldmangel und der anhaltenden Restrukturierung muss der asiatische Carrier seine Großraumjets A380 am Boden lassen. Und neun Boeing-Jumbos vom Typ 747-400 sind bereits ausgeflottet oder verkauft.

Dennoch hat Thai Airways kürzlich auf dem deutschen Markt reagiert: Weil auch in der momentanen Nebensaison die Nachfrage das Angebot kräftig übersteigt, hat die Fluglinie im laufenden Monat die Zahl der Flüge ab Frankfurt auf zweimal täglich erhöht und von München aus täglich. Eingesetzt werden allerdings Boeing-Maschinen des Modells 777-300, die viel weniger Kapazität haben als die eingemotteten A380.

Konkurrenz durch Golf-Carrier im Winter

Bei der kürzlichen Reisemesse „Thai Travel Mart Plus 2022“ wurde bekannt, dass die Nonstop-Flüge von Frankfurt nach Bangkok und Phuket sowie die Verbindungen von München nach Bangkok mit über 95 Prozent Auslastung an ihre Kapazitätsgrenzen geraten.

Die Probleme haben jetzt auch die Tourismusbehörden in Bangkok auf den Plan gerufen. Die Tourism Authority of Thailand für Europa bestätigte auf der Messe, im Herbst und Winter eine umfassende Airline-Kooperation mit den Golf-Carriern Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways starten zu wollen. Damit begeben sich die Tourismuswerber in direkte Konkurrenz zu Thai Airways.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 27-28/2022).

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