Marabu: Pilotenbeschwerde und Risikoflug

Die Condor-Schwester Marabu kommt einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Jetzt ist bekannt geworden, dass ein Pilot wegen starker Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Flugbetriebs Beschwerde beim Luftfahrtbundesamt (LBA) eingereicht hat. Anlass war offenbar, dass der Ferienflieger kürzlich trotz eines Triebwerksschadens einen Flug durchgeführt hatte.

Die Bild-Zeitung hatte zuerst über die Kritik des anonymen Piloten berichtet. „Ich habe in meiner Laufbahn noch nie einen so gefährlichen und chaotischen Einsatz erlebt und möchte, dass das LBA Marabu untersucht“, zitiert das Blatt den Mitarbeiter. „Wir wären nicht überrascht, wenn etwas passiert.“

Nach Angaben des Flugkapitäns sind undurchsichtige Vertragskonstellationen, unklare Zuständigkeiten bei Schwierigkeiten im Flugbetrieb und übermüdete Crews große Probleme bei dem Ferienflieger. Zudem würden beide Piloten im Cockpit dieselbe Mahlzeit erhalten. Dies könne dann zum Problem werden, wenn das Essen verdorben sei, so der Pilot.

Marabu weist Vorwürfe zurück

Durch die internen Probleme bei der Airline hätte ein Flug von Malaga nach München in der vergangenen Woche laut einem weiteren Bild-Bericht übel ausgehen können. Ursache des Zwischenfalls war eine gelockerte Zündkerze, wodurch das Triebwerk beschädigt wurde und Brandlöcher in der Außenverkleidung entstanden. Obwohl eine Warnleuchte im Cockpit auf den Defekt hingewiesen hat, wurde der Flug laut Bericht fortgesetzt.

Dieses Verhalten erklärt der anonyme Marabu-Pilot mit häufigen Fehlalarmen in Marabu-Flugzeugen: „Wenn zu oft Fehlalarme ausgelöst werden, wird der Ernstfall nicht erkannt.“

Marabu selbst bestreitet die Vorwürfe gegenüber der Bild-Zeitung. Man halte sich sowohl bei den Dienstplänen als auch bei der Verpflegung an die gesetzlichen Vorgaben. Zudem habe bei dem angesprochenen Flug für die Passagiere und die Crew keine Gefahr bestanden.

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