AER-Vorstand Hageloch: „Das Bashing muss ein Ende haben“

AER-Vorstand Rainer Hageloch fordert eine engere Zusammenarbeit der Veranstalter und Reisebüros
AER-Vorstand Rainer Hageloch fordert eine engere Zusammenarbeit der Veranstalter und Reisebüros. Foto: AER

Die Touristik-Kooperation AER verharrt trotz Corona-Krise nicht in der Schockstarre. In einem Interview mit touristik aktuell berichtet Vorstand Rainer Hageloch von einem ersten Hoffnungsschimmer und den Unterstützungsmaßnahmen. Er warnt aber auch vor neuen Problemen wie etwa verschärften Einreisebestimmungen und der neuen Insolvenzabsicherung.

Man müsse aufpassen, dass das verkomplizierte Einreiseverfahren mit QR-Code in Griechenland und Spanien nicht wieder alles ausbremse, sagte er. Speziell wenn Veranstalter ihr Angebot gerade wieder hochgefahren haben und die Flugpläne angepasst wurden. „Solche Auflagen nehmen den Kunden schlichtweg die Lust auf Urlaub. Die allgemeine Reisewarnung für sehr viele Länder ist ein Unding. Natürlich wollen wir alle Covid-19 weltweit in den Griff bekommen, trotzdem darf die wirtschaftliche Seite nicht außer Acht gelassen werden“, warnte Hageloch. Eine pauschale Reisewarnung sei ein grober Fehler.

Deutliche Kritik äußerte Hageloch zudem an dem Gebaren einiger großer Veranstalter. Seiner Meinung nach haben die kleinen und mittelständischen Reiseveranstalter ein viel besseres Krisen-Management an den Tag gelegt als die Großen wie beispielsweise TUI. „Katastrophale Fehler wie die Nicht-Erreichbarkeit einiger Veranstalter dürfen nie wieder geschehen. Alle Anbieter, die das nicht verstanden haben, haben auf dem Markt nichts mehr verloren“, sagte er, forderte jedoch zugleich ein Ende des „Bashing“. „Das Veranstalter-gegen-Reisebüro und umgekehrt muss ein Ende haben. Wichtig ist, dass wir künftig viel enger zusammenarbeiten müssen.“

Das komplette Interview mit dem AER-Vorstand finden Sie in unserem aktuellen E-Paper hier.

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