Aktionsbündnis: Fazit der Algarve-Reise

Die Reiseverkäufer erkundeten eine Woche lang die Algarve
Die Reiseverkäufer erkundeten eine Woche lang die Algarve. Foto: Tom Kohler Photography

Kürzlich reisten sechs Reiseverkäufer vom Aktionsbündnis „Rettet die Reisebranche“ an die Algarve. Ihr Ziel? Das Sextett wollte zeigen, dass sicheres Reisen auch in Corona-Zeiten möglich ist. Die Reiseverkäufer berichteten in den sozialen Medien fortwährend unter dem Hashtag #losreisen von ihrem Trip, andere Reisebüro-Kollegen waren zum Teilen der Inhalte aufgerufen.

Beim Content halfen auch der Fotograf Tom Kohler und Kameramann Marc Sporys, die mit an die Algarve reisten. Unterstützt wurde das Aktionsbündnis zudem vom Veranstalter Olimar, dem Algarve Tourism Bureau und dem Mietwagenanbieter Europcar. Auch ein Clubhouse-Talk wurde direkt von der Algarve gesendet. Neben dem Bespielen der Social-Media-Kanäle wurde noch ein Reiseblog aufgelegt.

Portugiesen warten auf den Aufschwung 

Nach der Rückkehr hat touristik aktuell mit einer Teilnehmerin, Kirstin Heinrichs vom TUI Reisecenter in Mönchengladbach, gesprochen. Ihr Fazit? „Die Reise war schön aber auch sehr anstrengend.“ Sie schwärmt von leeren Stränden, berichtet aber auch von verzweifelten portugiesischen Touristikern, die auf den dringend nötigen Aufschwung warten.

Mehr als 1.000 Kilometer legten die Reiseverkäufer innerhalb ihrer siebentägigen Tour zurück. Zu dem straffen Programm zählten viele Hotelbesichtigungen und Gespräche mit Touristikern, aber auch ein Besuch auf einem Weingut im Inland, eine Katamaranfahrt und eine Wanderung auf der Rota Vicentina.

Doch wie kam die Aktion an? „Die Portugiesen waren von der Aktion begeistert“, sagt Kirstin Heinrichs und erzählt von glücklichen Hoteliers und anderen touristischen Partnern in Portugal.

Sorge vor Reaktionen aus Deutschland 

Vor den Reaktionen in Deutschland hatte das Aktionsbündnis etwas Sorge, auch weil die Algarve kurz vor Reisebeginn erneut zum Risikogebiet durch das Auswärtige Amt erklärt worden war. „Eigentlich hatten wir mit einem Shitstorm gerechnet“, erinnert sich die Reiseverkäuferin. Dieser blieb dem Aktionsbündnis erspart. Vielmehr seien die Rückmeldungen überwiegend positiv ausgefallen. „Wenn auch etwas verhalten“, so Heinrichs.

Das Aktionsbündnis hätte sich gewünscht, dass der mühevoll produzierte Content noch stärker von den Reiseverkäufern geteilt worden wäre. „Hier hätten wir uns mehr Unterstützung versprochen. Ich habe momentan den Eindruck, dass viele Kollegen den Kopf in den Sand gesteckt haben“, meint die Reiseexpertin.

Mittlerweile nehme das Interesse aber zu. Immer mehr Kollegen wenden sich laut Heinrichs mit Fragen an die Reiseteilnehmer. Es gebe außerdem genügend Foto- und Filmmaterial, das jeder teilen könne. Dieses ist auf der Facebook-Seite des Bündnisses zu finden.

Mehr über die Reise, die Hygienemaßnahmen in Portugal und was das Aktionsbündnis als nächstes plant, lesen Sie in der kommenden Ausgabe von touristik aktuell, die Anfang nächster Woche erscheint.

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