

Der Mittelstandsverband ASR hat nach eigener Einschätzung als „politische Vertretung des Mittelstandes“ wieder deutlich an Gewicht gewonnen. Davon ist Präsident Jochen Szech überzeugt. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende in Berlin kündigte er an, den Verbandskurs der vergangenen zwei Jahre auch künftig fortzusetzen. Als positiv wertet er, dass der ASR wieder „als wichtiger Gesprächspartner und Meinungsbildner für den mittelständischen Tourismus“ zu Beratungen und Stellungnahmen von der Politik hinzugezogen werde. „Das ist für uns Mittelständler von essentieller Bedeutung: Nur wer in der Politik gehört und angehört wird, hat auch Einfluss auf die Entscheidungen“, sagte der Präsident während der Versammlung. „Wir Mittelständler müssen uns mehr denn je darüber klar werden, dass uns die Zeit davonläuft und wir dringend unsere Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen müssen“, so Szech. Die Gesetzgebung der vergangenen Jahre habe sich immer stärker gegen den Mittelstand gerichtet. Dieser müsse deshalb sein Engagement „noch weiter verstärken und die eigenen Interessen klar vertreten“. Als positive Beispiele der Verbandsarbeit wertet Szech die Aktion „Pro Tourismuswirtschaft“ mit dem BTW sowie die Aktion Urlaubssteuer“ (Gewerbesteuerhinzurechnung) mit dem RDA. Zu den drängenden Themen der kommenden zwölf Monate gehören aus Sicht von Szech die anstehende Evaluierung der Pauschalreiserichtlinie, die 2019 in Brüssel anstehe, die Gewerbesteuerhinzurechnung im Veranstaltergeschäft, die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung sowie die Frage nach dem Insolvenzschutz unter anderem bei Airlines. Als neuen Vizepräsidenten wählte der ASR den früheren Deutschland-Chef von Holiday Extras, Martin Pundt. Der heutige Mitgesellschafter von Invatarru Tours folgt auf Norbert Pfefferlein, der den Verband nach Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Szech verlassen hat.


