Insolvenzschutz: Arcus Solutions wirbt auch um Reisebüros

Ein Mann mit kurzem, grauem Haar und Bart, trägt einen grauen Pullover und einen karierten Blazer. Er lächelt vor einem grünen Zaun und Bäumen.
Wirbt jetzt auch verstärkt um kleinere Veranstalter: Insolvenzabsicherer Jakov Dolic von Arcus Solutions. Foto: rie

Arcus Solutions bietet nun auch kleineren Reiseveranstaltern und veranstaltenden Reisebüros Insolvenzabsicherungen als Alternative zum DRSF an.

Geplant war es eigentlich schon vor zwei Jahren, jetzt ist das Produkt seit einigen Monaten auf dem Markt: Der Insolvenzabsicherer Arcus Solutions hat sich im deutschen Markt für kleinere Reiseveranstalter und damit auch für Reisebüros mit Veranstaltergeschäft geöffnet.

Bislang betreute das Unternehmen mit Sitz im französischen Lyon, das seit 2022 in Deutschland vertreten ist, ausschließlich Kunden, die ihre Insolvenzabsicherung über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) organisieren. Arcus stellt in diesen Fällen die erforderliche Sicherheit gegenüber dem DRSF.

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Ein blauer Hintergrund mit weißem Text, der einen Zeitraum vom 7. bis 18. September, Angebote für Kinder und Stornierungen sowie einen Button enthält.

Nun richtet sich das Angebot auch an kleinere und mittlere Veranstalter sowie veranstaltende Reisebüros. Große Reiseveranstalter mit einem Jahresumsatz von mehr als zehn Millionen Euro müssen ihre Kundengelder über den DRSF absichern. Kleinere Anbieter und eigenveranstaltende Reisebüros können dagegen zwischen dem Fonds, einer klassischen Versicherungslösung oder einer Bankbürgschaft wählen.

Wichtig: Stichtag 30. September

Wer seine bestehende Lösung wechseln möchte, sollte den Zeitplan beachten. „Die meisten Veranstalter und Reisebüros müssten bis zum 30. September kündigen, um alternative Lösungen wahrnehmen zu können“, sagt Jakov Dolic, Deutschland-Manager von Arcus Solutions.

Das Unternehmen positioniert sich dabei als Partner für die gesamte Kundengeldabsicherung. Arcus prüft nach eigenen Angaben für jeden Veranstalter und jedes Reisebüro individuell, welche Lösung am besten zu dessen Bedürfnissen passt. Besonders bei Unternehmen, die zwischen einer klassischen Versicherung und dem DRSF wählen können, werden die Vor- und Nachteile beider Modelle abgewogen.

Dabei geht es vor allem um das Verhältnis von Versicherungsprämie und erforderlichen Sicherheiten. Wer möglichst wenig oder gar keine Liquidität als Sicherheit hinterlegen möchte, kann eine entsprechend andere Lösung wählen als ein Unternehmen, das bereit ist, Kapital zu hinterlegen. Dafür profitiert es von einer günstigeren Prämie. So soll je nach Bedarf entweder Liquidität geschont oder der Preis der Absicherung optimiert werden.

Vereinfachter Antrag

Mit dem Produkt „Topp“ stellt Arcus seit Beginn des Jahres auch Policen für Reiseanbieter aus, die nicht über den DRSF abgesichert sind. „Damit können wir nun auch Veranstalter im mittleren Segment sowie Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter drei Millionen Euro versichern“, sagt Dolic.

Für kleinere Veranstalter wirbt er mit einem vereinfachten Antrag. Voraussetzung seien eine ausreichende Creditreform-Bewertung und eine Prüfung der AGB. Auch die Prämie sei „preislich attraktiv“.

Zudem hat sich Arcus nach eigenen Angaben bei den Sicherheiten breiter aufgestellt: Mit Accelerant und „Am Trust“ arbeitet das Unternehmen mit zwei Versicherern zusammen, wodurch die maximalen Versicherungssummen erhöht werden konnten.

Arcus Solutions wurde 2019 für die europäische Expansion gegründet und ist in mehreren Ländern als Generalagent tätig. Nach Angaben von Dolic betreut das Unternehmen inzwischen rund 500 Kunden in Skandinavien, den Benelux-Staaten, Frankreich, Deutschland und Österreich.

Kontaktmöglichkeit und weitere Infos

Kontakt aufnehmen können Interessenten unter der E-Mail-Adresse contact@arcus-solutions.fr. Weitere Informationen sind auf der Website https://arcus-solutions.de zu finden.

Von Thomas Riebesehl und Julia Treuherz