Mindestumsätze: Noch kein Signal der Veranstalter

Ob die Mindestumsätze nach unten geschraubt werden, ist derzeit offen. Foto: geralt/pixabay
Ob die Mindestumsätze nach unten geschraubt werden, ist derzeit offen. Foto: geralt/pixabay

Ob Veranstalter aufgrund wegbrechender Umsätze die Schwelle für das Erreichen der Mindestumsätze absenken werden, ist derzeit ungewiss. touristik aktuell erhielt in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen von Reiseverkäufern, die sich deshalb große Zukunftssorgen machen. Viele fragen sich, wie sie die Umsatzziele durch den Einbruch von Neubuchungen sowie durch die Rückbuchungen der Veranstalter aufgrund von Reiseabsagen und Stornierungen erreichen sollen.

Ein Reisebüro-Inhaber schrieb an touristik aktuell: „Bei der ganzen Diskussion, die derzeit in Internet-Foren geführt wird, fehlt mir, dass die Veranstalter offen an die Reisebüros herantreten und klarmachen, dass sie sich trotz der ganzen Arbeit im Moment gleichzeitig aber keine Sorgen über Mindestumsätze machen müssen, da man sicherlich im Anschluss eine gute Lösung finden wird.“ Er fordert deshalb deutliche Signale der Veranstalter.

Die kommen aber noch nicht. „Höchste Priorität hat aktuell, unsere gemeinsamen Gäste alle gesund und sicher nach Hause zu bringen. Das ist die größte Rückholaktion unserer Geschichte“, erklärt DER Touristik. Ähnlich formulieren es auch TUI und FTI.

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„Wir sind uns der Auswirkungen dieser Krise auf Umsatzentwicklung und Provisionsmodell bewusst“, ergänzt TUI-Vertriebsdirektor Peter Wittmann. „Es ist jedoch derzeit noch zu früh, das gesamte Ausmaß abzuschätzen.“ Sobald die erste Phase der akuten Krisenbewältigung abgeschlossen sei, werde sich TUI intensiv mit diesen Aspekten beschäftigen und sie mit einem „klareren Blick“ auf die Konsequenzen im Markt bewerten.

Richard Reindl, Vertriebsdirektor von FTI, sagt dazu: „Unserer Meinung nach ist es noch viel zu früh, um Entscheidungen zur Mindestumsatzgrenze zu treffen. Sobald sich die Situation entspannt, werden wir einige Punkte auf den Prüfstand stellen.“

Und von DER Touristik heißt es, parallel zur Hilfe für die Gäste bereite man sich auch auf den „gemeinsamen Neustart mit den Agenturen vor“.

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