
Analog zu den meisten Reisebüro-Ketten und -Kooperationen im stationären Vertrieb versichern auch die großen mobilen Anbieter, dass eine Datenweitergabe wie im Fall RTK an FTI bei ihnen nicht möglich ist.
Solamento: Keine „Datenautobahn“
„Daten von Reiseberatern fließen nicht ohne deren Einverständnis“, versichert etwa Solamento-Chef Sascha Nitsche. Es gibt „keinerlei Datenautobahn“ oder ähnliche Strukturen wie bei RTK, zudem agiere Solamento völlig veranstalterunabhängig.
Daten seien bei Solamento grundsätzlich nur für ausgewählte Personenkreise „in nötigen Teilen“ zugänglich, alle Datenbanken seien mit entsprechendem Passwortschutz und Regelwerken versehen, so Nitsche.
Rita AG: „Datenweitergabe ausgeschlossen“
Karin Koch, Geschäftsführerin der Marke Mein Urlaubsglück, verweist auf die Unabhängigkeit von Veranstaltern und das Fehlen eines zentralen Eigenvertriebs bei ihrer Kooperation. Beides sei Teil „unserer Gründungs-DNA, beide Fakten sind unser USP“. Eine Datenweitergabe sei grundsätzlich ausgeschlossen.
Dem kann sich Travelista-Chef Steffen Buder nur anschließen. Sein Verbund gehört als Teil von LCC wie Mein Urlaubsglück zur Rita AG, agiert ebenfalls veranstalterunabhängig und hat eine klare Devise: „Daten unserer Kooperationspartner, seien es die von Kunden oder bürobezogene Daten, werden grundsätzlich nicht an Veranstalter weitergegeben.“
Nicht anders ist es bei Amondo: „Unabhängigkeit von Veranstaltern und kein zentraler Eigenvertrieb sind bei uns die Garantie dafür, dass es zu keinen Interessenkonflikten kommen kann. Auch aus diesem Grund haben wir uns der Rita AG angeschlossen, die diese Philosophie genau wie wir zu 100 Prozent verfolgt“, heißt es aus Bonn.
TLTU: Ebenfalls klare Ansage
Einziger an einen Veranstalter gebundener Anbieter im mobilen Bereich ist TLT Urlaubsreisen. Für die zur TUI gehörende Organisation gilt allerdings das gleiche wie für den Franchise-Vertrieb des Marktführers. Dort heißt es: „Die Weitergabe von Daten ist seit vielen Jahren vertraglich ausgeschlossen.“


