Die Reisebüros in Deutschland haben einen insgesamt äußerst schwachen Januar erlebt, liegen für das Reisejahr 2026 aber immer noch gut im Rennen. Das ist das Fazit der aktuellen Zahlen des Daten-Dienstleisters Tats.
Demnach lag der touristische Auftragseingang (Buchungen) im Januar mit 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch der Teilbereich Kreuzfahrten rutschte dick ins Minus. Er lag sogar mit 13,5 Prozent unter den Buchungseingängen im Januar 2025. Der fakturierte Gesamtumsatz der im Tats-Reisebürospiegel enthaltenen Agenturen lag im Januar bei minus 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Dennoch muss bislang keine Nervosität aufkommen. Denn die langfristigen Früchbuchereingänge waren offenbar sehr gut: Der touristische Auftragsbestand für Reisen von Januar bis Oktober 2026 liegt aktuell mit 1,3 Prozent leicht im Plus. Der Kreuzfahrtbereich verzeichnet sogar einen Zuwachs von 10,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025.

Viele Langfristbuchungen
Bestätigt werden diese Zahlen von vielen Reiseveranstaltern, die einer Umfrage von touristik aktuell zufolge starke Langfristbuchungen für den Sommer 2026 eingefahren haben. Viele Kunden hätten sich bereits im vergangenen Sommer ihre Wunschzimmer speziell in Zielen wie der Türkei und Griechenland gesichert, heißt es unter anderem von Anex Tour, Coral Travel und Dertour.
Gleichzeitig gestand unter anderem Bentour-Chef Deniz Ugur, dass der Januar unter den Erwartungen geblieben sei. Dies habe wiederum dazu geführt, „dass zahlreiche Hotels in der Türkei bereits reagiert haben und mit attraktiven Ermäßigungen gegensteuern“. Vor diesem Hintergrund rechnet er – insbesondere für die Türkei – mit einem deutlich stärkeren Last-Minute-Geschäft als vor einem Jahr.
Wie das Frühbuchergeschäft lief, ist auch Thema einer der „Umfrage der Woche“ von touristik aktuell unter Reiseverkäufern. Sie erscheint in der kommenden Ausgabe (ta 3/2026) Anfang kommender Woche. Die Quintessenz: Es lief nicht sensationell, aber auch nicht schlecht.
Wie sich die Nachfrage speziell für die Türkei entwickelt, lesen sie in einer weiteren Umfrage. Diese ist in Ausgabe 2/2026 am 2. Februar erschienen.


