Reisebüro-Umsätze: Plus und Minus zum Vorjahr

Die Reisebüros sind mit durchwachsenen Zahlen ins neue Touristikjahr 2025/2026 gestartet. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Backoffice-Anbieters Tats hervor. Demnach lag die Zahl der Abreisen (fakturierter Umsatz) im November mit 4,6 Prozent im Plus. Die Auftragseingänge lagen im Vergleich zum November 2024 allerdings mit 0,8 Prozent im Minus. Dieses wäre sogar noch größer, wenn es die Kreuzfahrten nicht gäbe: Für dieses Segment lagen die Neubuchungen bei plus 8,3 Prozent über Vorjahr.

Für das Kalenderjahr 2025 liegen die von Tats erfassten Reisebüros, darunter unter anderem auch die Agenturen von LCC, insgesamt mit 1,3 Prozent im Plus, die Kreuzfahrten sogar mit 18,8 Prozent. Damit sieht diese Bilanz etwas besser aus als die des Lichtenfelser Anbieters Ziel, der über sein Tool Synccess reine Touristikbüros im mittelständischen Bereich erfasst.

Weniger Personal in den Reisebüros

Ziel beurteilt im Gegensatz zu Tats nicht das Kalenderjahr, sondern das Touristikjahr. Und für das steht bei den von Synccess erfassten Büros ein Gesamtjahresminus von 3,9 Prozent in den Büchern. Wirklich dramatisch ist dies nicht: Im Vergleich zu 2019 lag der Umsatz 2024/2025 mit 3,8 Prozent im Plus – trotz einer oft deutlich verkleinerten Personaldecke in den Agenturen.

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Die Zahlen der beiden Datendienstleister passen zu den Bilanzen der Reisebüro-Ketten und -Kooperationen, die während ihrer jüngsten Jahrestagungen von insgesamt stabilen Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr berichteten.

Ähnlich war bei fast allen Reisebüros der Buchungsverlauf im Touristikjahr 2024/2025: Die große Mehrheit der Agenturen startet sehr stark ins Jahr und verbuchte zum Teil ein glänzendes Frühbuchergeschäft. Im Laufe des Frühjahrs schmolz das Plus dann kontinuierlich ab – und auch das Last-Minute-Geschäft blieb insgesamt überschaubar.

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