Reisebüro-Zukunft: Rosig unter Vorbehalt

Für touristik aktuell haben sechs Reisebüro-Inhaber in die Zukunft geschaut
Für touristik aktuell haben sechs Reisebüro-Inhaber in die Zukunft geschaut. Foto: yaruta/istockphoto

Für die Sonderausgabe zum 50. Geburtstag von touristik aktuell haben Reisebüro-Inhaber in die Zukunft geblickt. Und die ist rosig, so der Tenor. Aber nur dann, wenn ein paar Dinge berücksichtigt werden. Denn dass sich die Spreu vom Weizen trennen wird, da sind sich alle einig.

Für Thomas Engel von TM-Reisen in Heusweiler ist Kreativität ein wichtiger Faktor. „Die Leute wollen die Welt auf ihre Weise entdecken und keine Reisen von der Stange“, sagt er. „Deshalb kommen sie auch in Zukunft zu den Profis ins Reisebüro, die über das Know-how verfügen.“

An eine Konsolidierung der Reisebüro-Landschaft glaubt auch Oliver Wulf von Urlaubsexperte.de in Düsseldorf. Größe und Spezialisierung – das seien die beiden Faktoren, die eine Agentur erfolgreich machen.  „Kleine Agenturen, die alles anbieten, werden in Zukunft schwerer profitabel zu führen sein als heute“, sagt er. Deshalb müssen sich Büros, die erfolgreich bleiben wollen, spezialisieren und sich auch mit Künstlicher Intelligenz, E-Commerce und Digitalisierung auseinandersetzen.

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In dieselbe Kerbe schlägt auch Cyrus Nurischad von Ambientetours in Rennerod. Er geht sogar davon aus, dass 30 Prozent der jetzigen Reisebüros in den kommenden Jahren verschwinden werden. Nur wer seinen USP herausstelle, werde am Markt bleiben.

Wie sich die Reisebüro-Inhaber die Zukunft noch vorstellen und mit welchen Strategien sie am Markt bestehen bleiben wollen, lesen Sie in der Sonderausgabe zum 50. Geburtstag von touristik aktuell. Diese erscheint in der kommenden Woche.

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