Hurrikan Polo: Häfen und Strände an Mexikos Pazifikküste gesperrt

Hurrikan Polo hat im Pazifik vor der Küste Mexikos zeitweise Kategorie 5 erreicht und schwächt sich nun ab. Häfen und Strände sind gesperrt, Flüge und Straßenverkehr beeinträchtigt. Reisende an der Pazifikküste werden zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

Ein einzelner Mensch geht bei bewölktem, stürmischem Wetter an einem Sandstrand entlang, während im Hintergrund Wellen auf Felsen im Meer treffen.
Hoher Wellengang am Strand von Acapulco während des Hurrikans Polo. Foto: IMAGO / Xinhua

Der Hurrikan Polo hat sich vor der mexikanischen Pazifikküste zu einem der stärksten Wirbelstürme der Region entwickelt und zeitweise die höchste Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson-Skala erreicht.

Nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes ist der Zyklon inzwischen auf Kategorie 4 herabgestuft worden und bewegt sich mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde parallel zur Küste, ohne dass ein Landfall erwartet wird. Prognosen zufolge soll Polo sich weiter abschwächen und als Hurrikan der Kategorie 1 der Westküste der Baja California nähern.

Die US-Botschaft in Mexiko hat Reisende im Land ausdrücklich vor den Auswirkungen des Hurrikans gewarnt: Man solle Strände und das Wasser meiden, auch einige Straßen könnten durch Überschwemmungen und Erdrutsche beeinträchtigt sein. Die Botschaft empfiehlt, Straßenverhältnisse vor jeder Fahrt zu prüfen. In Acapulco berichteten Urlauber, sie hätten wegen der Unwetter mehrere Tage ihre Hotels nicht verlassen können. Eine Touristin schilderte laut der Zeitung „El País“, sie habe ihre Ferien in der Hotelanlage verbracht und erst am Donnerstag wieder den Strand betreten können.

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Häfen gesperrt, Schulunterricht ausgesetzt

Die mexikanische Marine ordnete die Schließung mehrerer touristisch bedeutender Häfen an, darunter Acapulco, Zihuatanejo, Manzanillo, Lázaro Cárdenas und Puerto Escondido. Sowohl für größere als auch für kleinere Wasserfahrzeuge gelten Einschränkungen. Wassersportaktivitäten, Bootsausflüge und Strandaktivitäten sind in den betroffenen Gebieten untersagt. In Zihuatanejo blieben kleine Geschäfte geschlossen, in Acapulco war die Uferpromenade zeitweise menschenleer, und die Nationalgarde überwachte die Strände.

In den Bundesstaaten Guerrero, Michoacán, Colima, Jalisco und Oaxaca kam es zu starken Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Die mexikanische Wasserbehörde Conagua prognostizierte für Michoacán und Guerrero Niederschläge von bis zu 250 Millimetern. An den Küsten wurden Wellen von bis zu sechs Metern Höhe gemeldet. Die Streitkräfte aktivierten die Notfallpläne DN-III-E und Marina, der Schulunterricht wurde in mehreren Bundesstaaten ausgesetzt. Der staatliche Stromversorger CFE positionierte nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Elektriker sowie Hubschrauber, Notfallgeneratoren und Spezialfahrzeuge in den betroffenen Regionen.

Die Geschwindigkeit, mit der Polo an Stärke gewonnen hat – innerhalb von 36 Stunden stieg er von einer tropischen Sturmstufe auf Kategorie 5 –, ist laut „El País“ nur mit zwei anderen Zyklonen im mexikanischen Pazifik vergleichbar: Patricia im Jahr 2015 und Otis im Jahr 2023. Letzterer hatte Acapulco verwüstet und rund 70 Todesopfer gefordert. Am Donnerstag kehrte in Acapulco nach mehreren Tagen Starkregen langsam Normalität ein, während sich der Hurrikan von der Küste entfernte.

Von den Regenfällen ist nur die mexikanische Pazifikküste betroffen. Deutsche Urlauber sind hauptsächlich an der Riviera Maya an der Karibikküste, dort gibt es keine Beeinträchtigungen.