Studie: Reisebüros gehen gestärkt aus der Krise

Corona hat für viel Verunsicherung gesorgt, daher wird Beratung im Reisebüro immer wichtiger. Foto: QTA
Corona hat für viel Verunsicherung gesorgt, daher wird Beratung im Reisebüro immer wichtiger. Foto: QTA

Durch die vielen Unsicherheiten rund um das Reisen in Zeiten von Corona wird die Beratung im Reisebüro für Urlauber künftig wichtiger werden. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner im Auftrag des IT-Dienstleisters Sabre. Darin wurden über 500 Reisebüros und Airlines in 20 Ländern befragt, darüber hinaus gab es ausführliche Interviews mit ausgewählten Führungskräften der Branche.

Kunden suchen Sicherheit bei Reiseprofis

Demnach glauben 81 Prozent der befragten Reisebüro-Mitarbeiter, dass organisierte Reisen über Veranstalter und Reisebüros in Zukunft stärker nachgefragt werden. Unter anderem durch die sich ständig ändernden Reisevorschriften und -beschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie betrachteten Verbraucher das Reisen „als komplexer als je zuvor“ und suchten die Unterstützung, Beratung und Sicherheit eines Reiseprofis.

Zugleich erwarten die Befragten, dass ihre Kunden künftig mehr inländische und regionale Reisen unternehmen werden. Zudem werde das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger.

Auch was die generelle Erholung der Branche angeht, herrscht bei den Befragten Optimismus. So gehen 50 Prozent davon aus, dass das Reisevolumen in diesem oder spätestens im nächsten Jahr wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird. 26 Prozent rechnen damit im Jahr 2025 und nur acht Prozent glauben, dass dies noch bis 2027 oder länger dauern wird.

Ähnliche Strategien wie Airlines

Zugleich offenbart die Sabre-Studie, dass Reisebüros und Airlines teils ähnliche Strategien haben, um sich auf die Erholung nach der Krise vorzubereiten. Zentrale Punkte seien unter anderem der Fokus auf Leisure-Kunden, die Produktion von individuellen und maßgeschneiderten Reisepaketen sowie der Einsatz neuer Technologien, um die Stellung im Markt und die Profitabilität zu verbessern.

Letzteres gilt besonders für den asiatisch-pazifischen Raum: Dort wollen sich laut Untersuchung 71 Prozent der befragten Agenturen auf neue Tools und Technologien konzentrieren, während es im länderübergreifenden Durchschnitt gut die Hälfte sind.