Vom Azubi direkt zum Chef: Helmuth Hofer hat 1999 gleich mehrere Karriereschritte übersprungen und sich nach seiner Abschlussprüfung sofort selbstständig gemacht. Zunächst eröffnete er ein Reisebüro in Hardheim im fränkischen Odenwald, seit 2011 ist der Reiseprofi auch (und seit 2020 ausschließlich) mit einem Geschäft in seiner Heimatstadt Tauberbischofsheim präsent. Nächstes Jahr feiert der 53-Jährige sein 30-jähriges Jubiläum in der Branche.
Geld spielt keine Rolle: Wohin würden Sie reisen?
Tatsächlich reizt mich eine Tour einmal um die Welt, und zwar komplett ohne Zeiteinschränkung und Reisestress. Ich würde mir wie früher einfach den Rücksack auf den Rücken schnallen und möglichst in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein, um Länder und Leute kennenzulernen. Auf einzelne Ziele bin ich gar nicht so festgelegt, aber definitiv müsste die Reise durch Asien und Südamerika gehen.
Was war Ihre schönste Inforeise?
Es gab da wirklich einige schöne Reisen. Aber besonders beeindruckt hat mich eine Infotour mit der Willy Scharnow-Stiftung nach Jordanien. Mit der mystischen Felsenstadt Petra und der Wüste Wadi Rum, die ja auch weltberühmte Filmkulissen sind, in Kombination mit Tauchen und Schnorcheln im Roten Meer bietet das Land einfach eine unvergleichliche Vielfalt.
Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Trotz der in Teilen problematischen Sicherheitslage ist Kolumbien ein fantastisches Land mit einer enormen kulturellen und landschaftlichen Vielfalt, die von vielen Reisenden noch völlig unterschätzt wird. Man sollte dazu auch wissen, dass es längst nicht überall gefährlich ist und geführte Touren kein Problem sind.
Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
In Nordthailand hatte ich mal Heuschrecken auf dem Teller und in Peru Cuy, also Meerschweinchen – natürlich nicht jedermanns Sache, gerade für deutsche Urlauber. Und ich war mal auf einer Hochzeit auf Sulawesi in Indonesien, bei der Hundefleisch serviert wurde. Da kam für mich aber dann doch nur Reis in Frage.

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Ein Muss sind meine Laufschuhe, da es für mich nichts Schöneres gibt, als eine fremde Stadt frühmorgens beim Joggen zu erkunden, wenn alle noch schlafen.
Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Ich bin selbst bei der Feuerwehr und bei einem Ausflug hatten wir die Idee, dass wir doch eigentlich mal bei der berühmten Steubenparade in New York mitlaufen müssten. Gesagt, getan: Ich hatte für über 40 Leute Flüge geblockt, uns bei der Parade beworben und das Ganze dann als Gruppenreise aufgelegt. Im September 2024 haben wir dann tatsächlich teilgenommen und das mit anderen Highlights wie dem Besuch der FDNY Fire Academy – dem zweitgrößten Ausbildungszentrum der Welt für Feuerwehrleute – auf Randalls Island verbunden. Das war einfach fantastisch!
Welche Bar ist die coolste?
Das ist für mich eindeutig Paddy‘s Irish Pub in Cusco in Peru. Vom Balkon im ersten Stock aus haben Besucher einen direkten Blick auf den Plaza de Armas. Als Cocktail sehr empfehlenswert ist dort ein Pisco Sour.
Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 06/2026 vom 30. März 2026.
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