Holger Tiggelkamp kennt die Touristik aus vielen Perspektiven. Der Reisebüroinhaber erzählt von seiner Liebe zu Tunesien, einer ungewöhnlichen Hundekreuzfahrt mit 50 Vierbeinern und warum Tischtennisschläger und gutes Buch ins Gepäck gehören.
Der einstige Tischtennisprofi und jetzige Tischtennislehrer hat eine Ausbildung im Reisebüro absolviert, kennt aber die Touristik von vielen verschiedenen Seiten. Er war unter anderem im Servicecenter und in der Produktabteilung bei Bucher Reisen sowie bei Thomas Cook als Assistent des Bereichsvorstands tätig. Vor zehn Jahren eröffnete er sein eigenes Büro Reise Helden in seiner Heimatstadt Meerbusch.
Wenn Geld keine Rolle spielen würde: Wohin würden Sie reisen?
Das klingt jetzt vielleicht unspektakulär, aber ich würde meine Familie und meinen Hund Emmi einpacken und nach Groede in den Niederlanden in einen schönen Strandpavillon fahren. Oder ich würde in die Bretagne nach Fouesnant reisen. In der Gegend arbeitet die Romanfigur Kommissar Dupin; ich habe dort anderthalb Jahre lang gelebt und Sprache, Wirtschaft, Tischtennis und auch das Leben studiert.
Was war Ihre schönste Inforeise?
Meine schönste Inforeise habe ich für Bucher Reisen in den 1990er-Jahren in die Dominikanische Republik gemacht. Das war mein erster Aufenthalt in der Karibik und ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie warm das Wasser war. Die Natur und das Land haben mich sehr beeindruckt. Ich mag die Musik und liebe schöne Strände. Was mich am allermeisten nachhaltig beeindruckt hat, war die Leichtigkeit der Menschen.
Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Mit der DRV-Netzwerkstatt haben wir mal an der Schlei Insekten gegrillt. Ich habe mich überwunden und ein wenig probiert. Die haben wirklich ekelhaft geschmeckt.
Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Tunesien. Es ist schön, dass Ägypten so boomt und zeitgleich bedauerlich, dass Tunesien hinterherhinkt. Ich liebe das Flair des Landes, die Kultur. Man kann so vieles erleben und machen. Man kann zum Beispiel einige der Drehorte der Star-Wars-Filme besuchen. Die Menschen sind sehr gastfreundlich. Und dann erst das fantastische Essen. Mir reicht das leckere Brot und die vielen verschiedenen Tapenaden und Pasten.

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Mein Tischtennisschläger, um mit meiner Familie ein paar Bälle zu spielen, mein Telefon und ein gutes Buch.
Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Vor zwei Jahren habe ich eine Hundekreuzfahrt auf der Junker Jörg von 1A Vista Reisen als Hundetrainer und Hunde-Reiseleiter begleitet – eine Tour, die ich bereits mehrfach Kunden vermittelt habe. Sieben Tage war ich mit 110 Menschen und 50 Hunden auf einem Schiff; erstaunlich, aber wahr: Das hat untereinander wunderbar geklappt! Das fand ich besonders.
Welche Bar ist die beste?
Für mich ist der „Strandpaviljoen Van Houten“ im holländischen Breskens eine der besten Bars. Die Strandbar sieht aus, als wäre die Zeit stehengeblieben. Ein Aufenthalt dort ist ein echtes Erlebnis. Auch die Bar Dutch Bargain in Groede mag ich sehr gerne. Dort gibt es jede Menge selbst hergestelltes Craftbeer.
Welche Souvenirs bringen Sie von Ihren Reisen mit?
Das ist nicht so einfach zu sagen. Ich bringe eigentlich immer etwas für meine Kinder mit, für meinen zehnjährigen Sohn und meine 15-jährige Tochter. Wenn sie schon eine Zeit lang auf ihren Papa verzichten müssen, sollen sie so von meinen Reisen ein bisschen profitieren. Vor kurzem war ich in Hamburg. Mein Sohn hat eine St.-Pauli-Mütze bekommen, meine Tochter St.-Pauli-Socken.
Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 25/2025 vom 22. Dezember 2025.
Ausgabe als E-Paper lesen · Abo-Optionen – Print & Digital
Sie wollen auch mitmachen und unsere Fragen für Mein Job & Ich beantworten?
Dann melden Sie sich gerne per E-Mail bei redaktion@touristik-aktuell.de





