Meike Mouchtouris blickt auf mehr als 34 Jahre Touristik-Erfahrung zurück und hat eine besondere Verbindung zu Griechenland. Sie erzählt von Kuba, einer sportlichen Rundreise über 3.000 Kilometer und ihrem persönlichen Tipp für Kos.
Die Reiseberaterin ist fast 54 Jahre alt, kommt aus Lohmar bei Köln und blickt auf über 34 Jahre Erfahrung in der Touristik zurück. Viele Jahre hat Meike Mouchtouris in Griechenland gelebt, wo sie auch als Reiseleiterin tätig war. Ihre Liebe zu diesem Land ist ungebrochen, zugleich begeistert sie es, immer wieder neue Länder zu entdecken. Heute arbeitet Meike Mouchtouris im Kölner Reisebüro ADAC Kinderreisewelt.
Geld spielt keine Rolle: Wohin würden Sie reisen?
Durch meinen langen Aufenthalt in Griechenland hatte ich bislang nicht die Gelegenheit, viele Fernreiseziele zu entdecken. Wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würden, wäre Asien ganz oben auf meiner Wunschliste und dort besonders Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha. Danach würde es weiter auf den afrikanischen Kontinent gehen. Vor allem die Länder Namibia, Tansania mit Sansibar und Südafrika faszinieren mich.
Was war Ihre schönste Inforeise?
Definitiv Kuba, wo ich 2019 im Rahmen der Campus Academy der Dertour Group unterwegs war. Ich habe von dort so viele Eindrücke mitgenommen. Die Kontraste auf unserer Strecke von Santiago de Cuba über Holguin, Cienfuegos nach Varadero und Havanna hätten größer nicht sein können – zwischen ärmlichen Stadtvierteln, immer wieder wechselnder Vegetation bis zur großartigen Altstadt La Habana Vieja war alles dabei. Auch die Oldtimer-Fahrt in Havanna war ein tolles Erlebnis.
Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Sehr besonders finde ich die griechische Ostersuppe Magiritsa, welche aus Innereien vom Lamm hergestellt wird. Die habe ich aber noch nicht probiert.
Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Ich durfte gerade erst die Schweiz per Bahn und Schiff kennenlernen und war sehr beeindruckt von der Landschaft und tollen Organisation. Es ist sicherlich ein etwas teureres Ziel, dennoch als Reiseland sehr empfehlenswert. Griechenland haben zwar viele auf dem Schirm, aber es gibt auch ein traumhaftes Hinterland, welches zu Erkundungen einlädt.

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Vielleicht ein gutes Buch und auf jeden Fall Gelassenheit würde ich mitnehmen. Die habe ich, seit bei einer Ägypten-Reise mein Koffer erst nach sechs von neun Tagen eintraf. Dabei habe ich festgestellt, dass man nicht wirklich etwas daraus benötigt. Denn die wichtigsten Hygieneartikel und etwas zum Anziehen findet man auch vor Ort.
Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Ich habe einmal eine Griechenland-Rundreise für eine Familie ausgearbeitet, die per Auto in drei Wochen das gesamte Festland und die Halbinsel Peloponnes erkunden wollte – also rund 3.000 Kilometer plus die Hin- und Rückfahrt nach Berlin. Das fand ich äußerst sportlich und ich konnte dem Familienvater auch keine kürzere Strecke schmackhaft machen. Ich habe im Nachhinein erfahren, dass die Frau zum Ende der Reise erschöpft kapitulieren musste und für die drei kleinen Kinder war das sicherlich auch kein Vergnügen.
Welche Bar ist die coolste?
Es gibt viele wunderbare Bars. Aber die coolste Bar habe ich auf Kos gefunden: die Jacksons Beach Bar. Dort hat der Besitzer Dinge aus aller Welt zusammengesammelt, zum Beispiel alte Motorräder. Wer einmal auf Kos zu Gast ist, sollte dort auf jeden Fall vorbeischauen.
Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 19/2026 vom 29. September 2025.
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