Thomas Bösl: So geht es weiter bei QTA und RTK

Bleibt trotz der QTA-Talfahrt optimistisch: Sprecher Thomas Bösl. Foto: mg
Bleibt trotz der QTA-Talfahrt optimistisch: Sprecher Thomas Bösl. Foto: mg

Die Veränderungen innerhalb der QTA-Allianz werden sich auf die Reisebüros der RTK-Gruppe nur geringfügig auswirken – meint zumindest der langjährige RTK-Chef und QTA-Sprecher Thomas Bösl.

So schmerzhaft die jüngsten QTA-Austritte von Schmetterling, TUI Travel Star, Alpha und Holiday Land für ihn auch sein dürften: Der durch den Datenskandal mit FTI angezählte Manager blickt in Bezug auf die QTA optimistisch in die Zukunft. Unter anderem durch den Verbleib des AER in der Allianz gebe es „eine gute Basis für den Re-Start der QTA“, so Bösl im Interview mit touristik aktuell.

„QTA bleibt eine Macht“

Den Optimismus bezieht er aus den Zahlen der verbliebenen QTA-Mitglieder und dem Know-how der Mitarbeiter in der RTK-Zentrale in Burghausen. Mit international 4.000 Mitgliedsbüros und einem vermittelten Umsatz von 2,7 Milliarden bleibe die QTA eine Macht.

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Zudem verfüge man innerhalb der RTK über „viele sehr treue Büros und in Burghausen ein super Team, das nach wie vor einen hervorragenden Job für die Mitgliedsbüros macht“, so Bösl. Trotz der „Herausforderungen der vergangenen Wochen und Monate“ sei die operative Arbeit „unverändert“ fortgeführt worden. „Das haben unsere Mitgliedsbüros auch gemerkt.“

Kaum veränderte Provisionen

Die künftigen Konditionen der verbliebenen QTA-Mitglieder AER und RTK-Gruppe werden sich laut Bösl „nicht grundlegend“ von den bisherigen Provisionen unterscheiden. Und wenn, dann seien die Änderungen „ein Branchenthema und kein spezifisches Thema der QTA“.

Der erste Abschluss sei bereits vor Wochen mit Schauinsland erfolgt, auch TUI sei „unter Dach und Fach“. Man könne „praktisch jede Woche neue Abschlüsse“ vermelden und habe inzwischen mehr als 50 Prozent der Verträge abgeschlossen, sagt Bösl. Einer der jüngsten stammt von Bentour: Der Türkei-Spezialist garantiert den angeschlossenen Reisebüros eine Grund- und Staffelprovision, die genauso hoch ist wie in der Vergangenheit.

Keine Aussagen zum Datenskandal

In Bezug auf den Datenskandal mit FTI und seine Zukunft bei RTK äußert sich Thomas Bösl in diesem Gespräch nicht. Der Hintergrund: Noch läuft die juristische Aufarbeitung der Datenweitergabe. Auch das im Frühjahr in Auftrag gegebene Gutachten der Kanzlei CMS Hasche Siegle liegt noch nicht vor.

Nach dessen Erscheinen, das dem Vernehmen nach bis Ende September erwartet wird, soll es eine Pressemitteilung geben. Dann sei auch er selbst in der Lage, zu obigem Thema öffentlich Position zu beziehen, versichert Bösl.

Wie es mit der RTK-Technik weitergeht, wer sich künftig bei der QTA um die Schulungen kümmert und wie Bösl die Lage insgesamt einschätzt, lesen Sie im Interview in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 37-38/2023). Sie ist seit Anfang dieser Woche im Versand und auch als E-Paper erhältlich.

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