WDR-Bericht: Reisebüros reagieren auf Betrugsfall

Schnell reagiert: Mit einer Spendenaktion wollen Reisebüros einer geprellten Reisebüro-Kundin zu ihrem Urlaub verhelfen. Foto: JibiR
Schnell reagiert: Mit einer Spendenaktion wollen Reisebüros einer geprellten Reisebüro-Kundin zu ihrem Urlaub verhelfen. Foto: JibiR

Das aus einem Bericht des WDR entstandene Projekt „Reisebüros helfen mit“ hat einen fulminanten Start hingelegt: Innerhalb von drei Tagen sammelten die Initiative „Ja, ich buche im Reisebüro“ und weitere Kollegen aus Reisebüros Spendenzusagen im Wert von rund 600 Euro. Sie sollen einer Rentnerin zu Gute kommen, die durch den Betrug eines Kölner Reiseland-Büros ihr Urlaubs-Budget für eine Reise nach Petra in Jordanien in den Wind schreiben musste.

„Wir wurden von einer vollkommen unerwarteten Welle der Hilfsbereitschaft überrollt“, berichtet Reisebüro-Inhaberin Claudia Mades unter anderem von Azubis in Reisebüros, die ihr Sparschwein knackten, um wenigstens mit zehn Euro dabei zu sein. Auch Dancenter, Tourcontact und Phoenix Reisen unterstützten die Aktion. Mit Phoenix wollte die Kundin ursprünglich auch nach Jordanien reisen – doch die Buchung kam nie bei dem Veranstalter an.

Wie viele Kunden insgesamt von dem Betrugsfall Ende vergangenen Jahres betroffen sind, ist unklar. „Wir hatten einige Anrufe, konnten die Betroffenen jedoch nur an die Polizei verweisen“, sagt Reiseland-Chefin Wibke Bachor. Ihr Unternehmen habe am 19. Dezember von den Zahlungsschwierigkeiten des Büros gehört und umgehend die entsprechenden Schritte eingeleitet. So wurde unter anderem der Franchise-Vertrag gekündigt.

Künftig werde man von Franchise-Nehmern neben der Kreditauskunft auch ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen, berichtet Bachor. Gänzlich ausschließen könne man kriminelle Energien aber nie. Was Reiseverkäufer zur Spendenaktion sagen, lesen Sie auf der Facebook-Seite von touristik aktuell (Thread vom Montag, 15. April).

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