Zehn Jahre VUSR: Herausforderungen und der Blick nach vorne

André Röckmann, Marija Linnhoff, Cyrus Nurischad
Erst im November 2024 wurden Schatzmeister André Röckmann, VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff und ihr Stellvertreter Cyrus Nurischad (von links) von den Mitgliedern im Amt für weitere drei Jahre bestätigt. Foto: VUSR

Das neue Jahr dürfte auch für den VUSR ein spannendes werden, feiert er doch ein Jubiläum. Seit zehn Jahren gibt es den Reisebüro-Verband, den im Dezember 2015 zehn Reisebüro-Inhaber gründeten. Ihr Ziel: den Reisebüros in der Politik und der Wirtschaft eine starke Stimme zu verleihen und ihre Position zu stärken.

Zehn Jahre später kämpfen die Mitglieder noch immer für eben dieses Ziel. Allerdings haben sie im Laufe der Zeit einige beachtliche Erfolge vorzuweisen, wie VUSR-Chefin Marija Linnhoff, ihr Stellvertreter Cyrus Nurischad und Schatzmeister André Röckmann in einem Gespräch mit touristik aktuell betonen. „Wir werden ernst genommen und spielen ganz oben in der Liga von DRV und BTW mit“, sagt Nurischad. Nicht nur die politische Arbeit werde geschätzt, sondern auch der Austausch mit den Veranstaltern. „Früher mussten wir ihnen hinterherlaufen, heute werden wir kontaktiert.“

VUSR zählt 289 Reisebüro-Mitglieder

Auch wenn der Kontakt zu den Veranstaltern gut sei und man sich eine Menge Respekt erarbeitet habe, so fehle dieser seitens der Reisebüros, bedauert Linnhoff. Lediglich 289 Reisebüros sind direkt Mitglied im VUSR. „Natürlich sind da noch die Zentralen zahlreicher Organisationen wie Best-Reisen, Tourcontact, Solamento, Alpha Reisebüro Partner, DTPS und ADAC-Reisevertrieb, die Mitglied bei uns sind. Allerdings haben sie kein Stimmrecht. Das vergessen viele“, sagt Linnhoff.

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Dem häufig geäußerten Argument, der VUSR mache zwar einen guten Job, aber man trete wegen der VUSR-Chefin nicht bei, entgegnet Nurischad: „Dann müssen sie draußen bleiben“. Und Röckmann ergänzt: „Der VUSR funktioniert nur mit Marija an der Spitze. Es gibt aktuell niemanden, der die Belange der Reisebüros gegenüber den Medien, der Politik und den Veranstaltern so gut repräsentieren kann wie sie.“

Fokus auf Outgoing-Tourismus

Apropos Politik. Der Verband appelliert an seine Mitglieder, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen. Man solle sich mit den Abgeordneten des Wahlkreises in Verbindung setzen und sich unter anderem für mehr Engagement für den Outgoing-Tourismus und eine Entlastung der gesamten Branche einsetzen. Entsprechende Vorlagen stelle man zur Verfügung, erläutert Linnhoff.

Wie die VUSR-Mitglieder das Vorhaben ihrer Chefin beurteilen, sich als Kandidatin für das Amt des DRV-Präsidenten aufstellen zu lassen, und welche weiteren Themen der Reisebüro-Verband auf der Agenda hat, lesen Sie im Interview, das in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 01/2025) erscheint.

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