Stromschnellen und Holzhäuser

Frühmorgens bitten die Mönche um Opfergaben

Per Rad zu den Stromschnellen
An zahlreichen Ständen werden kopierte CDs und DVDs verkauft, aber auch T-Shirts, die darauf hinweisen, dass Chiang Khan besonders fahrradfreundlich ist. Anders als in Thailands Großstädten ist das Radeln hier eher ungefährlich – und in der Nähe des Mekong sind kaum Steigungen zu überwinden. 
Selbst wer nicht weit fahren will, sollte zumindest einen kleinen Abstecher machen: Rund fünf Kilometer sind es zu den Mekong-Stromschnellen von Kaeng Khut Khu, an die man mit gemieteten Holzbooten heranfahren kann. Je nach Jahreszeit und Wasserstand sind sie mehr oder weniger beeindruckend – doch Natur und Flusspanorama lohnen den Besuch auf jeden Fall. Am Bootsanleger befinden sich ein Souvenirmarkt und etliche landestypische Restaurants.

Shoppen und einkehren können Besucher aber auch in Chiang Khan direkt. An der zwei Kilometer langen Chai-Khong-Straße reihen sich Boutiquen und Souvenirgeschäfte. Abends, wenn die Straße für den Verkehr gesperrt wird, herrscht Hochbetrieb. Tagsüber ist es aber relativ ruhig. Am frühen Morgen gehen die in Braun und Orange gekleideten Mönche der örtlichen Tempel umher und bitten um Opfergaben. Der bedeutendste Tempel ist Wat Sri Khun Muang, an ihm fällt das Dach im laotischen Stil auf. Die Provinz Loei, in der sich Chiang Khan befindet, gehörte lange zu Laos und wurde einst vom Königreich Lan Xang regiert. Heute bildet der Mekong die Grenze.

Noch vor sechs Jahren wurde Chiang Khan in „Lonely Planet“ als abgeschieden und kaum besucht beschrieben. Doch inzwischen ist es ein In-Ziel für Thais, die an langen Wochenenden für zwei bis drei Tage vom fast 600 Kilometer entfernten Bangkok hierher fahren.

Idylle in den Abendstunden
Die Infrastruktur hat sich angepasst: In vielen der zweistöckigen Holzhäuser an der Chai-Khong-Straße sind Gästehäuser, Lokale oder Läden eingezogen, die auf thailändische Besucher ausgerichtet sind. Statt Pizza und Pasta locken Fischrestaurants am Flussufer.

Vor allem in den Abendstunden sind die Plätze am Mekongufer begehrt. Wenn sich die dunkelrote Sonne über dem braunen Flusswasser senkt, bietet sich ein idyllischer Anblick, der hier noch nicht von knatternden Motorbooten gestört wird. Lediglich der eine oder andere Fischer schiebt sein Holzboot langsam mit dem Ruder weiter.

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