Tokio: Die mit den Delfinen springen

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Tokios neue Attraktion mit Hightech-Aquarium und Delphin-Schau wurde 2015 eröffnet.
Tokios neue Attraktion mit Hightech-Aquarium und Delphin-Schau wurde 2015 eröffnet. Foto: fh


Ein Aquarium als Hightech-Erlebnis: Im Epson-Aquarium in Tokio treffen interaktive Becken, leuchtende Quallen und eine spektakuläre Delfinshow aufeinander. Schon der Weg dorthin ist ein kleines Abenteuer – und die Unterwasserwelt beeindruckt nicht nur Kinder.

Wüsste man es nicht besser, man sollte meinen, die Betreiber des neuen Epson-Aquariums im Tokioter Stadtteil Shinagawa wollten Besucher möglichst in die Irre führen. Um zum Eingang zu gelangen, muss man nicht nur eine Hotellobby durchqueren, sondern danach auch das Gängesystem der Hotelanlage kreuzen. Einen direkten Weg soll es auch geben, doch sogar der Hotelangestellte winkt nach einigem Überlegen ab – zu kompliziert.

Der gigantische, hochmoderne Eingang wirkt nach der Anreise wie eine optische Täuschung. Wie bitte haben die Erbauer die Anlage dorthin gebracht? Auch im Inneren hat es Epson krachen lassen: Allerhand seltene Fische schwimmen in den wahrscheinlich technisch fortschrittlichsten Aquarien der Welt. Mit einem Fingerwisch lassen sich zahlreiche Zusatzinformationen auf der Oberfläche der Glasbehälter anzeigen: Lebensraum, Feinde, Ernährung, alles interaktiv und bewegt, während im Hintergrund die echten Fische ungerührt ihre Runden ziehen und dem Menschen zuschauen.

Auf verschlungenen Wegen ins Aquarium

Im nächsten Raum herrscht Dunkelheit und eine Atmosphäre wie in einem teuren Science-Fiction-Film. In etlichen Plexiglas-Röhren schweben bunt angeleuchtete Quallen – sphärisch, abgehoben sieht das aus, eine Handvoll Kinder kleben schier an den Scheiben, und für einen kurzen Moment ist die Tiefsee ganz nah.

Die größte Attraktion ist jedoch das Delfinarium im Obergeschoss. Alle, die nun in einem Tierschützer-‧Reflex zusammenzucken, dürfen gleich wieder auf‧atmen: Es ist gigantisch, riesig, und auch die Tiere selbst machen einen dynamischen Eindruck. Jeder Delfin scheint einen eigenen Trainer zu haben.

Delfine sorgen für nasse Besucher

Dass die Show atemberaubend ist, versteht sich von selbst – und ziemlich nass. Wer nicht vorher zur Plastikplane greift, steht triefend, aber zufrieden wieder auf, denn die Delfine machen sich einen Spaß daraus, das Wasser literweise in die Besuchermenge zu schaufeln.

Wer keine Kinder hat, die als Ausrede für den Besuch herhalten können, sollte einfach so vorbeischauen. Das machen die Japaner übrigens auch.

Informationen zum Epson-Aquarium gibt es im Internet unter www.aqua-park.jp/aqua/en.

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