Istanbuls neue Downtown

Blick von Tersane auf die Altstadt von Istanbul. Foto: Rixos
Blick von Tersane auf die Altstadt von Istanbul. Foto: Rixos
Skizze von Tersane, wo alte Istanbuler Werftanlagen zu einem neuen Stadtteil umfunktioniert werden. Foto: Rixos
Skizze von Tersane, wo alte Istanbuler Werftanlagen zu einem neuen Stadtteil umfunktioniert werden. Foto: Rixos

Die ersten Bauabschnitte sind fertig. Ende dieses Jahres folgen zwei Top-Hotels der Marke Rixos. Und im Frühjahr 2024 sollen Einkaufs- und Unterhaltungsbereiche, zwei Yachthäfen sowie eine große Event-Location der Öffentlichkeit übergeben werden: Mit einem gigantischen Projekt erschließen die Stadtverwaltung von Istanbul und der Rixos-Konzern ein gänzlich neues Viertel für Istanbul, den Stadtteil Tersane.

Auf dem Weg zum In-Viertel

Das frühere Werftenviertel erstreckt sich über zwei Kilometer entlang des Goldenen Horns, einem ‧Seitenarm des Bosporus mit der Galata-Brücke nahe dem Zufluss. Was hinter der Brücke kommt, war für Touristen bisher wenig interessant oder gar nicht zugänglich: Das einstmalige Herz der Osmanischen Flotte war zuletzt ein heruntergekommenes Stadtviertel.

Nun ist es auf dem Weg zum hippen In-Viertel: Ein Teil der alten Hafenanlagen und Werften ist bereits umgebaut, die Architektur ist in vielen Fällen ein ambitionierter Mix aus historischen Industriegebäuden und hochmodernem Stahl-Glas-Design.

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„Das ist ein riesiges und sehr beeindruckendes Projekt“, freut sich Bentour-Chef Deniz Ugur auf ein neues Topziel im Herzen Istanbuls und auf die Eröffnung des Rixos Hotels Tersane Ende dieses Jahres. Das Haus mit 432 Zimmern, 57 Suiten, zahlreichen gastronomischen Einrichtungen sowie einem ‧großen Ballsaal soll zum Vorzeigeobjekt der Rixos-Gruppe werden.

Das zweite Haus der Rixos-Gruppe wird ein Boutique-Hotel in historischen Mauern. Es bietet 122 Zimmer, ein „luxuriöses Spa“ und verspricht schon jetzt eine „noch nie dagewesene Service-Kultur“.

Perfekter Standort

Der Mix aus alter Industriearchitektur und modernem Design soll Tersane einen „eigenen Charakter bescheren und die unterschiedlichen Geschmäcker der Gäste ansprechen“, sagt Chan Hui Min, eine der Chef-Architektinnen des Projektes, und ergänzt: „Die Istanbuler werden einen Teil ihrer Stadt ent-decken, den sie nie zuvor gesehen haben.“

Der Standort ist perfekt. Bis zur Galata-Brücke, über die unter anderem Kreuzfahrtgäste zum Großen Basar und zur Hagia Sophia gelangen, sind es kaum drei Kilometer. Allein die Brücke ist schon eine Sehenswürdigkeit: Auf der unteren Ebene reiht sich Restaurant an Restaurant, oben stehen Angler und hoffen auf einen guten Fang.

Auf der einen Seite der Brücke erstreckt sich das einstige Genuesen-Viertel Karaköy mit engen Gassen und dem Galata-Turm. Auf der anderen Seite befinden sich die Altstadt und der Topkapi-Palast – allesamt kaum vier Kilometer von Tersane entfernt. Aus Sicht der Planer hat der neue Stadtteil das Zeug dazu, zur neuen Downtown von Istanbul zu werden. Rixos hätte wohl nichts dagegen.

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