Ciao Bella

Das Grand Hotel Rimini liegt genau am Parce Federico Fellini.
Das Grand Hotel Rimini liegt genau am Parce Federico Fellini.

Rimini: Der legendärste Badeort Italiens ist ein Sehnsuchtsziel der Deutschen

Riminianer lieben es, draußen zu sitzen, Zeitung zu lesen und miteinander den letzten Tratsch auszutauschen.
Riminianer lieben es, draußen zu sitzen, Zeitung zu lesen und miteinander den letzten Tratsch auszutauschen.

Eine von Tausenden, die noch heute, nach Farben und Mustern sortiert, aufgereiht an der 110 Kilometer langen Adriaküste stehen – wie in der Erinnerung. Auch den Strandabschnitt gibt es noch immer: knallig pinkfarbene Badehäuschen mit hübsch rankenden Rosen und Eisständen an jeder Ecke. Jetzt im Frühjahr ist alles noch etwas ruhiger, nicht alle Liegen sind belegt. Im Wasser nur vereinzelt Badenixen. Der „Bagni 9“ liegt nach wie vor gegenüber dem berühmten Grand Hotel, schon seit den Goldenen 20ern die erste Adresse im legendärsten Badeort Italiens.

Der pompöse weiße Belle-Époque-Palast mit seinen Fresken, Türmchen und riesigen Palmen vor dem Eingang war auch Inspirationsquelle für einen der größten italienischen Filmemacher, Federico Fellini. Schwarzer Hut, roter Schal, markante Augenbrauen: So kannte man ihn über die Grenzen des Landes hinweg. „Schon als Teenager saß unser bekanntester Bürger hier in der Eingangshalle und verkaufte den Reichen und Schönen seine ersten Zeichnungen“, erzählt Cristina Bernagozzi vom Grand Hotel. Über 20 Jahre lang beehrte Fellini das Hotel und fühlte sich dort ganz wie zu Hause.

Doch Rimini ist weit mehr als die märchenhafte Luxusherberge und die populäre Badekultur an der Adria: Die traditionsreiche Stadt verzaubert auch mit Gemütlichkeit und Dolce Vita: Auf dem Corso d’Augusto flanieren Besucher vorbei an schicken Boutiquen und urigen Cafés, inmitten herrschaftlicher Palazzi aus dem Mittelalter. Der Geruch von bitter-nussigem Espresso und süßen Pasticcini weht ihnen um die Nase. Riminianer lieben es, draußen zu sitzen, Zeitung zu lesen und miteinander den letzten Tratsch auszutauschen.

Wenn die Sonne über Rimini langsam untergeht, schlendern Urlauber durch enge Gassen in das gemütliche Viertel hinter der alten Fischhalle. Im Caffé Cavour auf der gleichnamigen Piazza sollten Gäste die Piadina Romagnola probieren – dünnes Fladenbrot um hauchzarten Schinken, frisch aus dem Ofen. Und dazu den herzhaften Grubenkäse.

Eine Tour jenseits des Zentrums führt über die Ponti di Tiberio, eine Marmorbrücke aus der römischen Zeit Riminis, ins ehemalige Fischerviertel Borgo San Giuliano. „Auch hier hinterließ Fellini seine Spuren“, berichtet Helga Schenk, die seit vielen Jahren in der Region lebt. Künstler der Stadt verewigten Szenen seiner bekanntesten Werke an den Hauswänden. So lebt der Regisseur weiter. Wie die Erinnerungen an Sandburgen, die Mutter im schicken Bikini und den charmanten Bademeister Angelo.

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