Michal Sincak führt als Beethoven durch TepliceKuraufenthalt mit Tradition und Flair: das Haus Beethoven. Fotos: heu
Im nordböhmischen Kurort Teplitz am südlichen Fuße des Erzgebirges war der Komponist zweimal zur Gast, in den Jahren 1811 und 1812.
Das Gasthaus, in dem Beethoven im Jahr 1812 im damaligen Teplitz-Schönau weilte, ist heute Teil eines größeren Kurkomplexes, der nach dem Komponisten benannt wurde.
Vor gut 200 Jahren bestand das heutige „Haus Beethoven“ aus elf getrennten Gebäuden. Das Zimmer, in dem der Komponist bei seinem Besuch im Jahr 1812 nicht nur gewohnt, sondern auch komponiert haben soll, ist mittlerweile renoviert und wird als Beethoven-Themenzimmer an Gäste vermietet. Eine historische Geige, Notenskizzen und ein Flügel entführen Besucher und Übernachtungsgäste in die Welt der Musik.
Teplitz-Schönau war vor 200 Jahren so etwas wie der Salon Europas und innerhalb Österreich-Ungarns bedeutsamer als die heute bekannteren Kurzentren Karlsbad, Marienbad oder Franzensbad. Heute ist Teplice noch immer ein beliebter Kurort, insbesondere für die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, Kreislaufstörungen, Gefäßerkrankungen, Nervenleiden und zur Nachbehandlung von Schlaganfall-Patienten. Es dominiert die Bade-, nicht die Trinkkur, denn dem mineral- und radonhaltigen Wasser werden zahlreiche positive Eigenschaften nachgesagt.
Vier große Kurhäuser prägen den Ort: das Kurhaus Beethoven, das Kaiserbad, das Steinbad und das Neubad, das sich auf Kuren für Kinder und Jugendliche spezialisiert hat. Neben Heilkuren, die oft von Krankenkassen mitfinanziert werden, sind auch Kururlaube und Detox-Wochen im Angebot.
Im Teplicer Schlosspark zeigt Sincak eine mit dünnem Moos überzogene Beethoven-Büste und eine Gedenkplatte, die an eine Begegnung erinnert, die in die Geschichtsbücher einging: Im Juli 1812 wars, als sich hier Beethoven und Goethe trafen. Sie erwiesen sich schnell als gänzlich unterschiedliche Charaktere. Beethoven war von Goethe enttäuscht, weil dieser die österreichische Kaiserin Maria Ludovica und ihren Hofstaat unterwürfig grüßte.
Ob sich dies tatsächlich so zugetragen hat, oder von Bettina von Arnim, die später darüber schrieb, erfunden wurde, darüber streiten sich die Geister. Den charmanten Beethoven-Darsteller Sincak plagen solche Zweifel jedoch nicht, und als weißhaariger und langmähniger Beethoven muss er es ja wissen.
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