Wasser marsch!

Auf Bohlenwegen geht es durch das üppige Grün
Auf Bohlenwegen geht es durch das üppige Grün. Foto: jt
In den historischen Gebäuden finden sich traditionelle Werkstätten, Souvenirshops und Imbisse
Auf Bohlenwegen geht es durch das üppige Grün. Foto: jt

Erstmal heißt es Schlange stehen. In Skradin wollen wir an Bord eines der Boote, die Urlauber von dem hübschen Städtchen mit den bunten Häusern in den Krka-Nationalpark bringen. Hier in Skradin, am Unterlauf der Krka, weitet sich der Fluss zu einer großen Bucht.

Wir finden einen Platz auf dem Außendeck und bekommen beinahe ein 360-Grad-Panorama von Stadt und Bucht, als sich das Boot nach dem Start in der Bucht dreht und schließlich die Krka hinauffährt. Es dauert nicht lange, da verändert sich die Landschaft und wird zu einem engen Tal. Hellgrau ragen die fast senkrechten Felsen links und rechts empor, nahe dem Ufer suchen Schwäne im Schilf nach Nahrung.

Eines der Highlights: der Wasserfall Kradinski Buk

Nach einer halben Stunde legen wir an. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zum Highlight des Krka-Nationalparks, dem Wasserfall Skradinski Buk. Der schönste der Krka-Fälle erstreckt sich über eine 800 Meter lange und 17 Stufen zählende Felsformation und endet in einem See mit türkisfarbenem Wasser. Es ist der größte Tavertin-Wasserfall Europas (Tavertin ist eine Art Kalkstein). Früher konnte man sich hier am Fuße des Falls abkühlen, aber um den Nationalpark zu schützen, ist das Schwimmen seit 2021 verboten.

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Wir bedauern das nur kurz, denn die herrliche Natur lenkt uns schnell von den entgangenen Badefreuden ab. Wir folgen dem Rundweg, für den man etwa anderthalb bis zwei Stunden einrechnen sollte. Anfangs geht es steil bergauf, doch immer wieder bieten Aussichtplattformen eine gute Gelegenheit, zu verschnaufen und von oben einen Blick auf die Wasserfälle zu genießen.

Am Wegesrand verkauft eine Bäuerin Feigen und getrocknetes Obst als Wegzehrung. In mehreren Gebäuden der alten Wassermühlen wurden Souvenirshops, Imbisse und traditionelle Werkstätten eingerichtet – eine Schmiede etwa und eine Weberei.

Drehort zahlreicher Winnetou-Filme

Dann wird es exotisch. Auf Pfaden, Bohlenwegen und über schmale Brücken geht es durch die üppige Natur, über das türkisfarbene Wasser, auf kleine Inseln. Dunkelblau schimmernde Libellen schwirren umher, Vögel zwitschern im Gebüsch, Steineichen sorgen für Schatten. Unter der Wasseroberfläche sieht man Fischschwärme und Seegras, das in der Strömung tanzt. Wasserlilien tüpfeln gelbe Flecken ins Grün, ab und zu springt ein Frosch über den Weg.

Schließlich gelangen wir wieder zu dem See am Fuße des Wasserfalls. Nach unserem Spaziergang sieht das Wasser noch verlockender aus als zu Beginn unserer Tour. Aber Baden ist ja verboten. Als Ersatz holen wir uns zur Abkühlung an einer der Holzbuden eine eiskalte Limonade und genießen noch ein bisschen den Anblick des schäumenden Wassers des Skradinski Buk.

Dabei schmieden wir Pläne, wann wir uns die vielen anderen Sehenswürdigkeiten des Nationalparks ansehen. Schließlich gibt es da ja noch das Kloster Krka, den Wasserfall Roski Slap, die Drehorte für die Winnetou-Filme wie „Old Shatterhand“ und „Unter Geiern“ sowie die Höhle Ozidana Pecina. Keine Frage, der Krka-Nationalpark hat viel zu bieten und ist mehr als einen Besuch wert.


Infos zum Krka-Nationalpark

Der Nationalpark wurde 1985 gegründet. Er umfasst 109 Quadratkilometer und schützt das Gebiet des Flusses Krka mit seinen sieben Wasserfällen inmitten einer Karstlandschaft.
Es gibt fünf Haupteingänge zum Park. Die beliebtesten Startpunkte sind Skradin und Lozovac am südlichen Ende. Die anderen Eingänge befinden sich beim Wasserfall Roski Slap, am Kloster Krka und bei den Überresten des römischen Amphitheaters Burnum.

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