GDS-Aufschläge auch bei Pauschalreisen

Die GDS-Zuschläge von Lufthansa wirken sich auch auf die Preise der Veranstalter aus
Die GDS-Zuschläge von Lufthansa wirken sich auch auf die Preise der Veranstalter aus. Foto: Lufthansa

Die Einführung von GDS-Aufschlägen bei der Buchung von Tickets der Lufthansa-Gruppe wird auch Auswirkungen auf das Pauschalreisegeschäft haben. So erhöhen die dynamisch paketierenden Anbieter, darunter V-Tours, JT Touristik und LMX Touristik, ab 1. September, die Reisepreise um die von Lufthansa geforderten 16 Euro. Betroffen sind von der Regelung Flüge mit Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines.

Studiosus startet einen Monat später und erhöht bei Flügen mit diesen Airlines von Oktober die Flugzuschläge um 20 Euro. Ab Januar 2016 sind diese Kosten dann in den Reisepreisen inkludiert.

Gebeco und Ikarus Tours heben vorerst keine Preise an, werden die 16 Euro aber wie Studiosus in die Kalkulation der neuen Programme einbeziehen. Auch Wikinger Reisen und Chamäleon Reisen erheben vorerst keinen Aufschlag, Chamäleon zum Teil sogar bis ins Jahr 2017 hinein, wenn die Reisen bereits ausgeschrieben sind.

Bei klassischen Veranstaltern wie TUI, DER Touristik, FTI und Alltours sind noch keine abschließenden Entscheidungen getroffen. Bei ihnen sind vor allem das X-Geschäft und die Fernreise im Bausteinsegment betroffen. Bei Charter-Flügen mit Lufthansa kommt der Aufschlag nicht zum Tragen.

Der Leipziger Anbieter LMX Touristik arbeitet gerade an Modellen um den Zuschlag mittelfristig nicht in die Produkte einkalkulieren zu müssen. „Aber bisher ist der Stand, dass es sich nicht vermeiden lässt. Ein Umdenken der Lufthansa wäre wünschenswert“, so Marketing-Manager Willy Gräske.