Glauch-Pleite: Kein Geld in Sicht

Insolvenzverwalter Jürgen Tömp macht Gläubigern keine Hoffnung
Insolvenzverwalter Jürgen Tömp macht Gläubigern keine Hoffnung. Foto: privat

Zweieinhalb Monate nach der Insolvenz von Glauch Reisen wird voraussichtlich zum Monatsende das Insolvenzverfahren eröffnet. Laut Insolvenzverwalter Jürgen Tömp werden bis dahin alle Gläubiger angeschrieben, um ihre Forderungen anzumelden. Tömp rechnet mit rund 8.500 Betroffenen.

Hoffnung auf eine volle Auszahlung der ausstehenden Ansprüche macht der Insolvenzverwalter den Gläubigern nicht. Maximal werden es wohl zehn Prozent sein. Damit dürften die Glauch-Gläubiger ein ähnliches Schicksal erleiden wie die Betroffenen bei den Pleiten von Sky Airlines, GTI, Buchmal Reisen und Fefa Reisen in diesem Jahr.

Auch auf eine schnelle Auszahlung können die Gläubiger nicht hoffen – wenn überhaupt Geld fließt. „Ein solches Verfahren dauert um die drei Jahre“, weiß Tömp.

Die Glauch Reisen GmbH & Co KG ist in zwei Unternehmensteile untergliedert: den Busreisenbereich mit Tobias Glauch als Geschäftsführer und den Tourismusbereich mit Stefan Glauch an der Spitze. Für die Bussparte habe man eine „zufriedene und treue Kundschaft vorgefunden“, sagt Tömp, so dass es eine übertragene Sanierung gegeben habe und unter dem Namen Glauch Bus GmbH ein neues Unternehmen entstanden sei, das nun weiterhin Busreisen anbietet. Diese neue Firma müsse die Verbindlichkeiten der alten nicht übernehmen.

Anders sehe es im Tourismusbereich aus, hier seien Reisebüros und Internet-Portale als Vertriebspartner verloren gegangen. „Es ist schwieriger, diesen Bereich wieder aufzubauen“, ist sich Tömp bewusst. Man sei auf der Suche nach Investoren, bisher habe es aber nur Gespräche gegeben.